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Fußball: Laufbereitschaft, Kampfgeist und Glück

Fußball : Laufbereitschaft, Kampfgeist und Glück

Fußball-Landesliga: Nach einer turbulenten Woche schlägt der FC Remscheid den 1. FC Wülfrath mit 3:0.

Die Wochen der Wahrheit begannen für den FC Remscheid gestern erfolgreich: Mit einem 3:0 (2:0)-Heimsieg über den 1. FC Wülfrath feierte Sigitas Jakubauskas einen gelungenen Einstand als Interimstrainer der Bergischen. "Nach der turbulenten Woche haben uns die drei Punkte gutgetan", war der Litauer mit der Vorstellung seiner Schützlinge im Röntgen-Stadion mehr als einverstanden.

Nicht ganz so glücklich war sein Kontrahent Thorsten Legat. "Remscheid hat eine hervorragende Mannschaft, die für mich Titelanwärter für den Aufstieg in die Oberliga ist", lobte der ehemalige Bundesligaprofi die Bergischen, die sich im Vergleich zum 2:5 in Düsseldorf auf dem Platz anders präsentierten.

Mit Laufbereitschaft und der notwendigen Portion Kampfgeist wurden den Kalkstädtern der Schneid abgekauft. Und zu den beiden wichtigen Faktoren im Fußball gesellte sich dann auch früh eine Portion Glück, als nach nur zwei Minuten ein Freistoß von Haris Babic unhaltbar im Torwinkel der Gäste zur frühen Führung einschlug.

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Die Legat-Elf hatte den Schock noch nicht richtig verdaut, da trat FCR-Torjäger Miguel Lopez-Torres auf den Plan. Über Daniel Monteiro und Haris Babic landete das Leder etwas glücklich vor den Füßen des Stürmers, der keine Mühe mehr hatte, den Ball über die Torlinie zu befördern. "Unser Plan war es, auf Konter zu setzen", lautete die taktische Vorgabe von Sigitas Jakubaus-kas - und seine Schützlinge setzten dies weitgehend um.

Zwar hatten die Wülfrather nach dem Rückstand mehr vom Spiel, aber so richtig unter Druck geriet die Remscheider Hintermannschaft nie. Der Vorsatz der Platzherren, mit Kontern zu agieren, kam aber auch erst vor der Halbzeit wieder zum Tragen. Da hatte dann Miguel Lopez-Torres allerdings Pech, dass sein Heber an der Torlatte landete.

Nur acht Minuten nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit war die Partie entschieden. Julian Kanschik schickte Miguel Lopez-Torres mit einem langen Pass auf die Reise, und der oberligaerfahrene Stürmer zeigte seine ganze Klasse, als er seinen Gegenspieler ins Leere laufen und Wülfraths Torhüter Rasmus bei seinem zweiten Treffer keine Chance ließ. Hatte der Spanier im Remscheider Trikot schon im ersten Durchgang mit einem Lattentreffer Pech, so wiederholte er das nur vier Minuten später erneut. "Über eine höhere Niederlage hätten wir uns nicht beschweren können", urteilte Gästetrainer Legat.

Während er bei seinem Team Leidenschaft vermisste, zeigten die Gastgeber, dass diese Eigenschaft für einen Erfolg unabdingbar ist. Zwar schlich sich auch unter "Sigi" Jakubauskas die ein oder andere Unaufmerksamkeit ein, doch außer einem Abseitstreffer und einem Handtor des Ex-Remscheiders Serkan Hacisalihoglu waren die Gastgeber immer Herr der Lage.

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(szo)