Wasserball : Kai Hesse, der Wassermann

Am 20. Dezember hat der Wasserballer seinen 60. Geburtstag gefeiert. Das Karriereende ist noch nicht in Sicht.

Ohne Wasser? Das wäre so, als würde man ihm die Luft zum Atmen abdrehen. Seit knapp 45 Jahren fühlt sich Kai Hesse im nassen Element zu Hause. Erst als Schwimmer bei Waspo Remscheid und dem Remscheider SV, dann als Wasserballer beim RSV und aktuell bei der SG Remscheid/Lüttringhausen. Und er kriegt nicht genug davon: Am 20. Dezember feierte er seinen 60. Geburtstag, aber an das Ende seiner sportlichen Laufbahn mag Hesse nicht denken. Trotz der Nachwuchssorgen im Verein. "Wasserball ist scheinbar nicht mehr sexy. Ich glaube, ich bin derjenige, der hier irgendwann die Halle abschließt."

Zu seinem Sport kam der gebürtige Wuppertaler durch die Eltern. Die Mutter war Schwimmerin, der Vater Wasserball-Trainer beim RSV. Weil er sich für eine Karriere als Schwimmer "zu klein" vorkam, entscheid er sich für Wasserball. Bis in die Oberliga schaffte er es mit seiner Mannschaft, aber wer ihn nach den persönlichen Highlights fragt, der bekommt eine andere Antwort: "Die Kameradschaft in der Mannschaft." Hesse ist eben in jeder Hinsicht ein Teamplayer.

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Dabei macht der kaufmännische Angestellte im Versand der Firma CPS in Lüttringhausen nicht nur im Bad eine gute Figur. Seinen durchtrainierten Körper, um den ihn viele jüngere Mitspieler beneiden, stählt er "drei-, viermal pro Woche im Fitnessstudio". Gerne auch zusammen mit Mitspielern, deren Vater er sein könnte. Wie lange er die strapaziöse Sportart noch ausüben kann und wie lange die Startgemeinschaft von RSV und LTV überhaupt noch existieren wird, weiß er nicht. "Ein paar Jahre haben wir vielleicht noch", hofft Hesse, "auch, wenn wir nur noch eine Mannschaft haben und manchmal im Training gerade noch sieben Spieler sind." Er ist bei den Einheiten jedenfalls immer dabei und bekommt auch im Urlaub nicht genug vom feuchten Element. Weihnachten und den Jahreswechsel erlebt Hesse in Badehose - beim Schnorcheln in Thailand.

(RP)