Rollhockey: IGR scheitert in Walsum am Sekundenschlaf

Rollhockey : IGR scheitert in Walsum am Sekundenschlaf

Die IGR Remscheid hat einen Sieg bei der RESG Walsum leichtfertig verspielt. Der Rollhockey-Bundesligist verlor nach zwischenzeitlicher 4:2-Führung mit 4:6 (3:1) in Duisburg und rutschte damit auf den vierten Tabellenplatz ab.

"In der zweiten Halbzeit war die Luft raus", resümierte Rückkehrer Julian Peinke, und auch Marcus Franken musste feststellen: "Bei den Gegentoren haben wir jeweils ein paar Sekunden die Augen geschlossen gehabt." Dabei sah der Sportliche Leiter der IGR zunächst dominierende Remscheider. Nach einem Doppelpass mit Marcel Wiegershaus erzielte Julian Peinke per Flachschuss die Führung (5.), die die Gastgeber erst nach 16 Minuten egalisierten. Lukas Lemkamp schoss den Ball durch die Beine von Matthias Peters in die Maschen. Die Bergischen hatten jedoch die richtige Antwort parat: Noch vor der Pause verwandelte Yannick Peinke im Nachschuss (21.), nachdem Peters die Kugel an die Latte des RESG-Kastens gesetzt hatte. Kurz darauf erhöhte Wiegershaus mit einem Penalty sogar auf 3:1 (22.).

"Nach dem Wechsel haben wir dann unser zweites Gesicht gezeigt", bemerkte IGR-Trainer Wienberg: "Wir wurden nachlässig und haben uns selbst um den Sieg gebracht", sagte der Coach. Tatsächlich reichten den Walsumern 49 Sekunden, um den Anschluss durch Kay Hövelmann herzustellen (26.). Zwar drückte Julian Peinke das Spielgerät postwendend über die Linie (27.), doch weitere IGR-Treffer blieben aus. Wiegershaus kam dem Tor mit einem Distanzschuss an die Latte (30.) noch am nächsten.

Die Bergischen wurden hektisch und suchten überhastet den Torabschluss. "Außerdem waren wir zu wenig in Bewegung", bemängelte Wienberg. Der Übungsleiter musste mit ansehen, wie seine Schützlinge den Sieg aus der Hand gaben. Zunächst verkürzte Daniel Kutscha (39.), der zwei Minuten später nach einem Gesichtstreffer ins Krankenhaus gebracht wurde. Dann markierte RESG-Kapitän André Kulossek den Ausgleich (40.). IGR-Keeper Matthias Mattusch gab bei den Gegentreffern keine gute Figur ab und ärgerte sich über "die eigene Unkonzentriertheit". Auch Wiegershaus beklagte sich über "dumme Tore", zu denen auch das 4:5 von Lemkamp (44.) und das 4:6 durch Hövelmann (50.) gehörten. "Trotzdem stecken wir den Kopf nicht in den Sand. Wir ärgern uns kurz, dann geht es weiter", so Wienberg.

(RP)