Rollhockey : IGR mit Sieg und Niederlage

Rollhockey-Bundesliga: Remscheider verlieren in Herringen, können aber gegen Walsum Wiedergutmachung betreiben und festigen damit Rang fünf.

Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid hat den Doppelspieltag mit einer Niederlage und einem Sieg abgeschlossen: Die IGR musste sich am Samstag Tabellenführer SK Germania Herringen mit 2:7 (2:5) geschlagen geben, gewann jedoch gestern ihr Heimspiel gegen die RESG Walsum mit 7:4 (2:2).

IGR-Coach Andreas Reinert, der bei Herringen immer noch Vereinsmitglied ist, hätte auch beim Spitzenreiter gerne einen Zähler mitgenommen: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir Germania ein wenig ärgern können, aber wir haben einen möglichen Punktgewinn Ende der ersten Halbzeit verspielt." Marcus Franken hatte sich ebenfalls mehr erhofft. "Zu Beginn hatten die Gastgeber kein Mittel gegen unsere kompakte Defensive. Doch dann haben wir den Faden verloren", resümierte der Co-Trainer.

Für das erste Ausrufezeichen bei der IGR sorgte Mark Schinkowski, der mit einem verdeckten Schuss aus der eigenen Hälfte traf (3.). Zwar konnte Kevin Karschau per Penalty ausgleichen (16.), doch Julian Peinke stellte schnell den alten Abstand wieder her (17.). Die Remscheider erspielten sich Tormöglichkeiten am Fließband, doch entweder verhinderte der Pfosten oder Germania-Schlussmann Maurice Michler den dritten IGR-Treffer. "Die Herringer haben uns kurz darauf vorgemacht, wie man Tore schießt", bemerkte Reinert. Die Brüder Kevin (20., 24.) und Lucas Karschau (23., 25.) machten noch vor dem Wechsel den Sack zu. "Im zweiten Durchgang fehlte bei uns jeglicher Spielfluss. Wir haben viele individuelle Fehler gemacht und wurden dafür bestraft", sagte Franken. Lucas Karschau markierte für Herringen das fünfte Tor innerhalb von sechs Minuten (26.), Kevin Karschau sorgte für den Endstand (40.).

Gegen Walsum schafften die Remscheider den zweiten Sieg innerhalb von zwei Wochen – und spielten dabei zwei konstant gute Halbzeiten. Unter den Augen von Klaus Mathies, Präsident des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV Borussia, lieferten sich die Remscheider einen dermaßen hitzigen Schlagabtausch mit den Gästen, dass das Schiedsrichtergespann beim Stand von 2:2 die Kontrolle verlor. Die Unparteiischen verhängten kurz vor der Pause drei Zeitstrafen und diskutierten über die Konsequenzen, während das Publikum seinem Unmut darüber Luft machte. IGR-Keeper Matthias Mattusch brachte zwischenzeitlich sogar das Regelwerk mit aufs Feld, die Partie konnte nach einer Unterbrechung weitergehen. Für WSV-Präsident Mathies war das Theater in der Halle Hackenberg noch harmlos: "Die Fans in Wuppertal haben beim Auswärtsspiel ein großes Feuerwerk veranstaltet. Dagegen war die Atmosphäre in Hackenberg entspannt", so Mathies.

Schinkowski (1., 12.) hatte vor dem Seitenwechsel zweimal getroffen. Markus Wilk (31.), Fabian Selbach (37., 41., 42.) und Julian Peinke (45.) entschieden die Partie schließlich. Mit dem Sieg festigten die Remscheider Rang fünf. "Endlich haben wir mal 50 Minuten lang gutes Rollhockey gespielt und souverän gewonnen", freute sich IGR-Trainer Reinert.

(RP)