Handball HGR: Niederlage und Nasenbeinbruch bei Zeller

Handball · Handball-Oberliga: SF Hamborn 07 – HG Remscheid 34:32 (15:19) – Der Wunsch von HGR-Trainer Mike Novakovic, die Partie in Hamborn so lange wie möglich offen zu gestalten, erfüllte sich zwar, doch die erhoffte Überraschung blieb aus. Denn in der Schlussphase der spannenden Partie nutzten die Remscheider viele glasklare Chancen nicht. Eine davon ließ Thomas Zeller aus, der gegen Spielende für Lars Oberdick, der mit dem Fuß umgeknickt war, in die Mannschaft kam. Und zu allem Überfluss zog sich der Linkshänder auch noch einen Nasenbeinbruch zu. "Das ist ein herber Rückschlag für uns", so der HGR-Coach, der erneut mit einer längeren Pause Zellers rechnet, der gerade erst wieder ins Team zurückgekehrt war.

Nachdem die Remscheider nur schwer in die Partie gefunden hatten und einem Rückstand hinterherliefen, lief es besser. Mit schnellen Toren egalisierten die Gäste nicht nur den Rückstand, sondern erarbeiteten sich einen Vier-Tore-Vorsprung zur Pause. "Das bedeutet in Hamborn gar nichts", sagte Novakovic und sollte Recht behalten. "Wir haben in der zweiten Halbzeit katastrophal in der Abwehr gestanden", kritisierte der HGR-Coach. Erschwerend kam hinzu, dass die Remscheider überhaupt nicht mit der Manndeckung gegen Michael Heimansfeld zurecht kamen. Hamborn kam immer besser ins Spiel und drehte die Partie, wobei mit André Niese, der sieben Treffer erzielte, ausgerechnet ein ehemaliger HGR-Spieler die Akzente setzte.

"Wir haben überhaupt kein Konzept gegen die Manndeckung gefunden, waren viel zu hektisch und haben zu viele Fehler gemacht", erklärte Novakovic, der den Auftritt seiner Mannschaft gegen die offensiv ausgerichtete Hamborner Abwehr als "schlecht" bezeichnete. "Bei uns ist eben die Qualität nicht vorhanden", so der HGR-Coach. Die sah er indessen beim Gegner. "Hamborn hat erfahrene Leute, ist spielerisch stärker und auch individuell besser besetzt. Somit kann man dort verlieren."

Dennoch sieht er genug Potenzial in seiner Mannschaft, den Klassenerhalt zu schaffen. "Wir müssen nur die Ruhe bewahren, dürfen nicht in Panik verfallen und positiv denken. Wir wussten schon vor der Saison, dass es schwer für uns werden könnte", erklärt der HGR-Coach, und fordert: "Wir müssen nach vorne schauen und uns weiter durchbeißen."

HGR-Tore: Heimansfeld, L. Oberdick, J. Oberdick (je 6), Zapf (6/2), Niegetiet, Zeller (je 3), Henkels (2).

(RP)
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