Handball: HGR: Letzte Hürde vor der ersehnten Pause

Handball: HGR: Letzte Hürde vor der ersehnten Pause

Die vielleicht meistdiskutierte Frage im Aufstiegsrennen der Handball-Oberliga lautet: Geht der HG Remscheid auf der Zielgeraden der Saison die Puste aus? Nach 4:4 Punkten aus den letzten vier Begegnungen und dem Aus im WHV-Pokal liegt die Vermutung scheinbar nahe.

Aber einer stemmt sich mit Macht dagegen: Trainer Mike Novakovic. Er sagt vor dem Meisterschaftsspiel bei der SG Dülken (Samstag, 19.15 Uhr): "Bei mir ist die Luft nicht raus."

Gleichwohl hat der Coach bei seinem Schützlingen nach dem jüngsten Parforce-Ritt durch Liga und Pokal (fünf Spiele in 15 Tagen) Abnutzungserscheinungen bei seinen Schutzbefohlenen erkannt. "Diese Belastung hat uns einige Körner gekostet", weiß der Coach. Deswegen hat er die Trainingsintensität bereits reduziert, die Einheit am vergangenen Montag geriet gar zum "Quäl-Training": "Die einen Spieler waren noch kaputt von Samstag, die anderen krank, wieder andere angeschlagen." Aus denselben Gründen ließ er das Dienstagtraining ganz ausfallen.

Entsprechend froh ist Novakovic, wenn nach dem heutigen Spiel die Osterpause folgt: "Die kommt uns gerade recht. Dann können sich die Jungs etwas erholen und auch ihre Blessuren einigermaßen auskurieren."

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Doch vor dem Müßiggang haben die Spielplaner noch die Hürde Dülken gesetzt. Die erscheint vergleichsweise leicht überwindbar, denn die Gastgeber gelten nicht als besonders heimstark (erst zwei Siege) und stehen nicht umsonst in der Tabelle auf dem vorletzten Platz, der den Abstieg in die Verbandsliga bedeuten würde. "Andererseits kann genau dieser Abstiegskampf Kräfte frei setzen", warnt Novakovic, der sich dabei auch nicht vom 30:20-Hinspielsieg blenden lässt: "Da haben wir in der ersten Hälfte auch nicht gerade brilliert und zur Pause nur knapp mit 14:11 vorne gelegen."

Deswegen – und auch mit Rücksicht auf die körperlichen Gebrechen seiner Akteure (Munkel krank, Steinhoff Fußgelenk, Krajnik Knie) – würde ein maßgeschneiderter Spielverlauf für den Coach so aussehen: Schnell führen, den Vorsprung bis zur Pause ausbauen und ihn danach sicher verwalten. Das würde den Gleichschritt mit Spitzenreiter Aldekerk sichern und wäre im Hinblick auf den Endspurt in den letzten fünf Spielen sehr hilfreich. Physisch und psychisch.

(RP)
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