Handball : Gnadenloser Spitzenreiter

Handball-Verbandsliga: HSG verkauft sich bei Tabellenführer Ratingen teuer.

SG Ratingen — HSG Radevormwald/Herbeck 35:26 (19:14) — Wenngleich die Niederlage beim Klassenprimus klar ausfiel, war HSG-Trainer Markus Eigenbrod nicht unzufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft. "Wir haben uns nicht abschlachten lassen und im Rahmen unserer Möglichkeiten das Beste daraus gemacht", meinte der Coach, der mit einem kleinen Kader auskommen musste. Denn neben den Ausfällen von Robin Eigenbrod, Lars Heinz und Björn Frank (alle verletzt), Sören Mebus (beruflich verhindert) und Chris Adams (Sportverbot) waren Yannick Koch und Willi August angeschlagen. Trotz der personellen Probleme kamen die Bergstädter gut in die Partie und hielten die Partie bis zum 8:9 (18.) offen. "Dann waren unsere Abschlüsse aber nicht gut", erklärte Eigenbrod. Die Gastgeber, bei denen Ex-Weltmeister Pascal Mahé als Spielertrainer agierte und 60 Minuten in der Abwehr spielte, nutzten jeden Fehler der Gäste gnadenlos aus und setzten sich mit fünf Toren ab. Dieser Vorsprung hatte bis zum 23:18 (45.) Bestand, ehe der Spitzenreiter entscheidend auf 29:20 davonzog (50.). Damit gehen die Bergstädter als Vorletzter in die vierwöchige Meisterschaftspause. "Wir werden durchgängig trainieren", kündigt Eigenbrod an. Dabei hofft der Coach, dass sich vor den "Wochen der Wahrheit" die personelle Lage entspannt und er seine beste Formation in den Kampf um den Klassenerhalt schicken kann.

HSG-Tore: Pake, Weber (je 5), Kirschsieper (4), Hasenburg, August (je 3), Koch, Blum (je 2), Ante (2/2).

(RP)