Handball Gerüchte um Rücktritt von HSG-Coach Randzio

Remscheid · Handball-Landesliga: Radevormwald kassiert zehnte Niederlage in Folge. Panther, HCW und ATV gewinnen.

(zet/miz/LF) Ohligser TV II – Bergischen Panther II 24:27 (10:14) – Die Mannschaft von Panther-Trainer Sendi Cestnik verteidigte beim Schlusslicht den achten Tabellenplatz und wird wohl die klasse halten. Sollte es nur einen Absteiger geben, wären die Panther bereits gerettet, doch Cestnik geht lieber auf Nummer sicher und kalkuliert – bei noch drei ausstehenden Spielen – nur die drei Punkte Vorsprung auf den vorletzten Platz ein. Gegen die Ohligser konnten die Panther nicht an ihre Galavorstellung vom vergangenen Spieltag anknüpfen. Vor allem die Chancenverwertung war mangelhaft. Die Gäste führten trotzdem ständig. Am Ende war es Mirko Friedrich, der den OTV mit Einzelaktionen auf Distanz hielt.

Panther-Tore: Friedrich (5), Adams (5/1), Wolter (4), Radonjic (4), Schäfer (4/1), Lenhof (2), Hesse, Cestnik, Jakob (je 1).

HSG Radevormwald/Herbeck II – HSG Velbert/Heligenhaus 28:36 (11:19) – Die Gastgeber standen gegen das Top-Team von Beginn an auf verlorenem Posten und waren – bis auf die Torhüterposition mit Christopher Bartsch und Ricardo Fuchs – in allen Belangen unterlegen. Nach der klaren Niederlage, die sich bereits im ersten Durchgang andeutete, war HSG-Trainer Detlef Randzio noch äußerlich gefasst. "In der zweiten Halbzeit haben wir gar nicht mal so schlecht gespielt", sagte der Coach. Nach dem zehnten sieglosen Spiel in Folge sickerte allerdings das Gerücht durch, wonach Randzio für die letzten drei Spiele nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Eine Bestätigung steht aber noch aus.

HSG-Tore: Hasenburg (7), Breuer (6/2), Dietzel, Schmidt (4), Jonek (3), Franken (2), Harnischmacher, Hengstwerth (je 1).

Tbd. Wülfrath II – HC Wermelskirchen 29:31 (13:15) – Der HCW behauptete sich mit einem knappen Auswärtserfolg in der Spitzengruppe der Landesliga. Insgesamt 18 Hinausstellungen deuten auf eine raue Gangart hin. Die Realität sah dabei ganz anders aus, betont auch HCW-Trainer Sharokh Rezaloo: "Es war eine faire Partie, die der Schiedsrichter kaputt gepfiffen hat." Rezaloo und sein Gegenüber Olaf Schulz sollten sogar kurz nach dem Seitenwechsel die Zuschauer "beruhigen", um einen vorzeitigen Spielabbruch zu verhindern. Die Gäste nutzten ihre personellen Vorteile besser: Mitte des ersten Durchgangs setzte sich der HCW in doppelter Überzahl von 9:9 auf 13:9 ab. Zwar verkürzten die Gastgeber in der letzten Spielminute auf 29:30, Till Napiwotzki brachte die Wermelskirchener mit seinem letzten Treffer aber endgültig auf die Siegerstraße.

HCW-Tore: Halbach (10/4), Jedamzik (6), Geisler (5), Napiwotzki (4), Söhnchen (3), Jaeger (2).

SG Solingen BHC III – ATV Hückeswagen 25:28 (13:13) – Dass die Gäste zur Pause trotz einer schwachen Deckung nur 13 Gegentore kassierten, hatten sie dem starken Torhüter Marcel Schleifer zu verdanken. Dass die Punkte am Ende auf die Habenseite wanderten, ihrem Youngster Simon Dörpinghaus. So kurios es sich anhört: Ausgerechnet der A-Jugendliche wurde auf der Spielmacher-position zum "Vater des Erfolgs". "Er hat sich ein Sonderlob verdient", sagte Interimscoach Horst Mettler, der den privat verhinderten Björn Sichelschmidt an der Seitenlinie vertrat. Beim 24:22 (50.) sah der ATV schon wie der sichere Sieger aus, musste kurz danach (53.) aber noch einen 24:25-Rückstand reparieren.

ATV-Tore: Bangert (11/5), Sielmann (7), Wilhelmy (3), Dörpinghaus, Marz, Frischmuth (je 2), Moraczewski (1).

(RP)