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Handball: Geballte Routine in Radevormwald

Handball : Geballte Routine in Radevormwald

Das nennt man wohl geballte Routine: An die 1000 Jahre Handball-Erfahrung sammeln sich am Samstag in der Gymnasium-Halle in Radevormwald. Dort treffen ab 16 Uhr die "Legenden" des TV Herbeck und der TG Lennep aufeinander. Gastgeber ist die HSG Radevormwald/Herbeck, die bereits ab 15.15 Uhr für ein attraktives Rahmenprogramm sorgt.

Die beiden Teams treffen sich bereits um 14.30 Uhr an der Halle. "Wie früher, um sich gebührend auf das Spiel vorzubereiten", schmunzelt Frank Alsdorf, der die LTG-Mannschaft zusammengetrommelt hat. Allerdings besteht die Vorbereitung diesmal wohl weniger aus taktischer Schulung als aus angeregten Plaudereien und einem gemeinsamen Foto-Shooting.

Ab 15.15 Uhr beginnt das Programm in der Halle. Dann wird Jörg Stursberg, der Hallensprecher der HG Remscheid, die ersten Interviews führen und versuchen, den Beteiligten — ob aktiv oder passiv, ob Spieler, Trainer, Zuschauer oder "Riechsalzbeauftragter" — ein paar Anekdoten zu entlocken. Spielbeginn ist um 16 Uhr, wobei auch während der Begegnung noch genügend Zeit zu Plaudereien am Spielfeldrand bleibt. Geleitet wird die Partie übrigens von den beiden HSG-Urgesteinen Klaus "Max" Berke und Axel Reichenberg. "Sie mussten aus diesem Grunde die Leitung des Spiels THW Kiel gegen HSV Hamburg kurzfristig an DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuss wieder abgeben", juxt Alsdorf. Auch der Zeitnehmertisch ist mit Wolfgang Wilke und Karl-Herrmann Stracke prominent besetzt.

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Die dritte Halbzeit beginnt mit dem Abpfiff des Spiels. Alsdorf: "Dann wird bei Grillwürstchen und dem einen oder anderen Bier aus dem Nähkästchen geplaudert. Alle Handballfans sind dazu willkommen."

Der Vorverkauf ist gut angelaufen. Es gibt aber noch Tickets zum Preis von drei Euro (der Erlös geht an die HSG-Jugendarbeit) in Lennep (Pizzeria am Kreishaus) und in Radevormwald (Sport Reinbott) — und natürlich an der Abendkasse.

Übrigens: Auch im Ausland stieß das Spiel auf Beachtung. Am Dienstag bekam Frank Alsdorf einen Anruf des ehemaligen LTG-Rückraumschützen Radek Matousik aus Tschechien: "Er wäre sehr gerne gekommen, muss aber die A-Jugend von Pilsen mit seinem Sohn coachen. Die treffen im Spitzenspiel auf den Tabellendritten."

(RP)