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Motorsport: Fritzsche-Zwillinge zum Auftakt Fünfte

Motorsport : Fritzsche-Zwillinge zum Auftakt Fünfte

Nürburgring: Die Hückeswagener trotzen einem Reifenschaden, Müllenmeister belegt Platz sechs.

Beim Saisonauftakt der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring lief es für die Teams aus der Region noch nicht rund. Mit dem fünften Platz im Opel-Astra-Cup erzielten Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche aus Hückeswagen allerdings ein gutes Ergebnis, mit dem die Zwillinge zufrieden waren.

Witterungsbedingt startete Europas populärste Breitensportserie mit vier Wochen Verspätung in die neue Saison. Über 200 Teams hatten ihre Nennung abgegeben. Vor über 20 000 Zuschauern war es entsprechend voll auf der Strecke und gleich in den ersten Runden gab es jede Menge Unfälle.

Startfahrer Jürgen Fritzsche kämpfte von Beginn an in der Spitzengruppe bei den Astras mit. Nach der Kollision mit dem Fahrzeug eines finnischen Konkurrenten gab es am Fritzsche-Opel vorne links einen Reifenschaden, der rund drei Minuten kostete. Im mittleren Renndrittel übernahm Bruder Heinz-Otto das Steuer, ehe der neue Teamkollege Marcel Hoppe aus Lennestadt (Jürgen Fritzsche: "Wir sind ja nicht mehr die Jüngsten . . .") als Fünfter ins Ziel kam.

Dann gingen die Hückeswagener aber durch ein Wechselbad der Gefühle: Die beiden Ersten der Cup-Klasse sollen sich während einer Gelbphase falsch verhalten haben, der Abzug einer Runde drohte. Die Fritzsches und Hoppe wären somit auf Rang drei vorgerückt. Am späten Abend hieß es dann jedoch: Kommando zurück, alles bleibt beim Alten.

Rund zwei Minuten nach den Fritzsches wurde deren frühere Teamkollegin Nicole Müllenmeister (Wermelskirchen) mit dem Berliner Ben Harper auf Platz sechs notiert. Für das neu gebildete Astra-Duo ein richtig gutes Ergebnis.

Nur im Training kam VLN-Neueinsteiger Niklas Steinhaus aus Wermelskirchen zum Einsatz. Teamkollege Christian Konnerth (Winnenden) musste den BMW Z4 in der 13. Runde im Bereich "Brünnchen" abstellen, nachdem ein Querlenker an der Vorderachse gebrochen war.

Beim Radevormwalder Race&event-Team lief es zunächst prächtig: Patrik Kaiser (Liechtenstein) und Heinz Schmersal (Wuppertal) führten mit dem Audi TT-RS ihre Klasse an und lagen auf einem beachtlichen elften Gesamtrang, ehe zur Rennhalbzeit abrupt die Kraftübertragung brach. Der Cup-Porsche der Bergstädter mit den Fahrern Kirchhoff, Edelhoff und Grimm lag auf dem 20. Gesamtrang, als Grimm ohne Sprit liegenblieb.

Nach rund neun Minuten Standzeit ging das Rennen aber weiter und das Trio wurde immerhin noch 32. der Gesamtwertung und Sechster in der Klasse. "Beim Audi müssen wir das Problem noch analysieren, beim Porsche war die Tankanzeige defekt", erklärte Teammanager Martin Mohr.

(RP)