Fußball : FCR mit Glück zum Remis

Als eine Mannschaft mit den berühmten zwei Gesichtern präsentierte sich Fußball-Landesligist FC Remscheid am Sonntag als Gast des Aufsteigers VSF Amern. In Halbzeit eins spielten die Schützlinge von Trainer Stefan Brandt wie eine "Mädchenmannschaft" und lagen verdient mit 0:2 im Hintertreffen. Erst eine Standpauke des Trainers in der Halbzeitpause und eine deutliche Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel machten es möglich, dass die Bergischen zu einem 3:3-Remis kamen und damit die Tabellenführung verteidigten.

Was war mit den Akteuren des Spitzenreiters nur im ersten Durchgang los? Das mag sich nicht nur Trainer Brandt gefragt haben. Nichts, aber auch gar nichts passte bei den Remscheidern. Angefangen von mangelndem Einsatz über fehlender Laufbereitschaft bis zu ungenügendem Defensivverhalten knüpften die Gäste nahtlos an die Vorstellungen der vergangenen Wochen an. Und die Schwächen der Remscheider nutzten die Gastgeber gnadenlos. Allen voran Angreifer Konstantinos Agathegelidis, der für seine Farben innerhalb von sieben Minuten zweimal erfolgreich war (20.(27.).

Dem aggressiven Auftreten des Aufsteigers hatten die Brandt-Schützlinge vor der Halbzeit nur eine Chance entgegenzusetzen: Toufik Butziat traf aber nur den Pfosten. Ohne Wechsel, aber mit mehr Elan begannen die Gäste die zweiten 45 Minuten und wurden wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff belohnt, als Andreas Kohlhaas per Kopf den Anschlusstreffer markierte.

Es schien, als hätte der Spitzenreiter danach die Partie im Griff, zumal Michael Günther eine Riesenchance hatte (53.). Nur wenig später folgte die kalte Dusche für den FCR, denn Torhüter Nico Tauschel musste einen abgefälschten Schuss von Schumacher als Bogenlampe zum 1:3 passieren lassen. Danach setzte Coach Brandt alles auf eine Karte und brachte mit Serkan Hacisalihoglu einen weiteren Angreifer.

Der lange verletzte Torjäger bedankte sich mit einem wunderschönen Freistoßtreffer zum 2:3 (63.) und nährte die Hoffnung bei den Remscheidern, die Pleite noch abwenden zu können. Es dauerte jedoch bis in die letzten Sekunden der regulären Spielzeit, ehe Patrick Posavec den viel umjubelten Treffer zum 3:3-Endstand erzielte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber bereits durch eine "Ampelkarte" für Daniel Foest (78.) in Unterzahl. "Über die erste Halbzeit müssen wir noch reden", war nicht nur Trainer Stefan Brandt froh über den geretteten Punkt.

(szo)
Mehr von RP ONLINE