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Fußball: FCR-Antennen: Empfangsstörung im Halbfeld

Fußball : FCR-Antennen: Empfangsstörung im Halbfeld

Fußball-Niederrheinpokal: FC Remscheid empfängt morgen den Landesligisten VSF Amern.

Am Tag danach fiel die Analyse genauso leicht wie am Abend zuvor: "Es tut mir leid für die Jungs, dass sie sich nicht belohnt haben", sagt Trainer Thorsten Legat nach der 2:3 (0:0)-Niederlage des FC Remscheid am Donnerstagabend beim SC Velbert. Drei Standardsituationen - zwei Ecken, ein Freistoß - reichten den Gastgebern, um die drei Punkte zu behalten. Dabei, und da waren sich alle einig, wäre ein Remis ein dem Spielverlauf angemessenes Ergebnis gewesen.

Klare Chancen blieben hüben wie drüben Mangelware, die Treffer nach der Pause fielen entsprechend eher aus heiterem Himmel. Auch die des FCR. Dem 0:1 durch SC-Torjäger Robin Hilger (48.) ließ Serkan Hacisalihoglu ein Traumtor aus gut 22 Metern folgen, als er den Ball ins lange Eck drosch (71.). Eine feine Kombination über die beiden eingewechselten Abdulvehab Dubravic und Umut Altmis vollendete Haris Babic sogar zum 2:1 (75.). Aber Rene Burczyk (77.) und zwei Minuten vor dem Ende Marc Stuckart drehten den Spieß noch einmal um.

"Ich hatte den Jungs in der Pause gesagt, sie sollen ihre Antennen ausfahren und die Konzentration hochhalten", sagt Legat. Aber es gab zumindest eine Empfangsstörung. Legat: "Man muss es - wie vor dem 2:3 - vermeiden, so einen Freistoß aus dem Halbfeld zu kassieren. Das war unnötig."

Gleich nach dem Ende der Partie holte Legat die Spieler zusammen und leistete sofortige Wiederaufbauarbeit: "Es gibt keinen Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Wir haben gut gespielt, viel richtig gemacht. Jetzt wird weiter hart gearbeitet und die Fehler abgestellt - dann gibt's auch wieder Punkte."

Zuvor stehen für den FCR aber zwei nicht unwichtige Pokalspiele auf dem Pogramm. Am morgigen Sonntag (15 Uhr) kommt aus dem Kreis Viersen der VSF Amern in der zweiten Runde des Niederrheinpokals ins Röntgen-Stadion. Dann will sich der FCR gegen den Sechsten der anderen Landesliga-Gruppe mit einem Sieg die lukrative Option offenhalten, in Runde drei vielleicht Gastgeber für den Wuppertaler SV oder KFC Uerdingen/RW Essen (spielen gegeneinander) zu sein. Am Dienstag (19 Uhr) geht es dann in der Neuauflage des letzten Finales im Kreispokal zum Bezirksligisten Dabringhausener TV.

Welches Spiel ihm wichtiger ist? Legat, der in Dabringhausen wohnt, lässt es offen. "Beide sind für den Verein enorm wichtig, weil es um Einnahmen in dieser und in der nächsten Saison geht." Personell hat der Coach wieder mehr Alternativen. Tarkan Türkmen steht ebenso zur Verfügung wie der im Pokal spielberechtigte Vincenzo Graziano. Auch Marius Suchanoff (Legat: "Der Kerl hat ein riesengroßes Herz. Er erinnert mich ein wenig an mich, als ich jung war") ist trotz Knie-Blessur einsatzbereit. Legat kann also heute Abend beruhigt an der "TV Total Stock-Car-Crash-Challenge" von Pro7 (ab 20.15 Uhr) teilnehmen.

(RP)