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Fußball: FCR: Absage in Vohwinkel, jetzt geht's nach Sudberg

Fußball : FCR: Absage in Vohwinkel, jetzt geht's nach Sudberg

Die Mannschaft war längst unterwegs, Trainer Zeljko Nikolic und sein "Co" Sigitas Jakubauskas bereits in der Kohlfurt, als am späten Donnerstagnachmittag das Nikolic-Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung meldete sich Manager Mike Zintner und verkündete die kurzfristige Absage der Begegnung beim FSV Vohwinkel. Damit hinkt Fußball-Landesligist FC Remscheid in der aktuellen Tabelle einigen Mannschaften mit sieben (!) Spielen Abstand hinterher. Langsam bekommt die Umschreibung "Wettbewerbsverzerrung" neue Dimensionen.

Am Ostermontag sollte es aber nun endlich klappen mit dem ersten FCR-Pflichtspiel des Jahres. Um 15 Uhr (Heinz-Schwaffertz-Arena, Riedelstraße) tritt die Mannschaft zum Kellerduell beim SSV Sudberg an. "Ein ganz wichtiges Spiel für uns", weiß Nikolic, "denn danach folgen für uns mit den Partien gegen Schonnebeck, Rellinghausen und Klosterhardt ein paar ganz schwere Brocken." Was ein Blick auf die Platzierungen in der Tabelle (alle unter den ersten fünf Teams) ausdrücklich bestätigt.

Wie schwer es ist, sich ohne vernünftige Vorbereitung in die Saison kämpfen zu müssen, erlebten am Donnerstag bereits die anderen bergischen Teams. ASV Wuppertal, der TSV Ronsdorf und auch Sudberg kamen jeweils mächtig unter die Räder. "Das ist keine große Überraschung", sagt Nikolic, der sich nach der Vohwinkel-Absage wenigstens für eine Halbzeit die Partie des ASV gegen Richrath (1:5) ansah: "Ohne vernünftiges Training hast du es gegen Teams, die nicht so sehr unter der Witterung gelitten haben, immer besonders schwer."

Hinzu kommt die personelle Situation bei den Remscheidern, deren Lage sich einfach nicht entspannen will. In Vohwinkel hätten dem FCR nur 13 Spieler zur Verfügung gestanden. Ob am Montag Domenico Cozza, Sebastian Grund (beide krank) und Haris Babic (verletzt) dabei sind, ist noch offen. Definitiv fehlen wird weiterhin der verletzte Adis Babic. "Egal, was war oder ist — wir wollen in Sudberg trotzdem punkten", sagt Nikolic, der seine Schützlinge gestern noch einmal zu einem Training um sich scharte.

(RP)