Fußball: Emin Akgün kehrt Türkgücü den Rücken

Fußball : Emin Akgün kehrt Türkgücü den Rücken

An der Düppelstraße hat sich am Wochenende überraschend das Trainerkarussell gedreht: Bereits vor dem Spiel gegen den SCB Neandertal hatte Emin Akgün, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Türkgücü Remscheid, seine Mannschaft davon unterrichtet, dass er sein Amt niederlegen wird.

Es war eine Ansage, die sein Team noch einmal beflügelte, so dass sich Akgün mit einem 2:1-Sieg verabschieden konnte. Vor rund 16 Monaten hatte er die Remscheider in einer Situation übernommen, als alles auf einen Abstieg hindeutete. Akgün schaffte mit seinen Schützlingen noch den Klassenerhalt. Auch, dass der Coach mit Türkgücü Ende Februar den favorisierten Ligakonkurrenten aus Dabringhausen aus dem Kreispokal warf und ins Endspiel einzog, kann er sich als Erfolg anrechnen lassen.

Doch der Übungsleiter hat in den letzten Wochen gemerkt, dass er nicht mehr den nötigen Elan aufbringen kann, um die Saison zu beenden. "Die Motivation ist weg. Ich arbeite im Schichtdienst, die Doppelbelastung hat Kraft gekostet", bedauert der Coach, der sich bis zum Sommer eine Auszeit nehmen will: "Ich muss die Zeit nutzen, um den Kopf wieder freizubekommen."

Auf Trainersuche gehen die Türkgücü-Verantwortlichen laut Akgün nicht — Co-Trainer Gerardo Franciosi übernimmt. Akgün: "Er bringt Erfahrung mit und wird den Klassenerhalt schaffen." Türkgücü rangiert momentan auf Tabellenplatz acht.

(gp)
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