Leichtathletik: Einzige Störfaktoren: Wind und Internetempfang

Leichtathletik : Einzige Störfaktoren: Wind und Internetempfang

Mitorganisator Bernd Fiedler schwärmt von der reibungslosen Vorbereitung und freut sich auf den ersten Startschuss.

So gelöst war Bernd Fiedler noch nie wenige Stunden vor dem ersten Startschuss der Mammutveranstaltung. "Null Probleme" sah der Remscheider Sportamtsleiter und Mitorganisator des 13. Röntgenlaufs in der Vorbereitung auf das Großereignis. "Alles läuft wie am Schnürchen", meldete Fiedler gestern, den dieser Umstand allerdings auch etwas in Unruhe versetzte: "Gerade dann denkt man immer, dass irgendetwas Wichtiges vergessen worden sein könnte."

Aber was? Die Strecken sind begutachtet und beschildert, die Absperrgitter angeliefert, die Marathon-Messe in der Halle Hackenberg längst im Aufbau, die Startunterlagen eingetütet, die Hütten an den Crossläufen stehen. Was also könnte die 13. Auflage noch an bösen Überraschungen für die inzwischen rund 2900 Teilnehmer (Fiedler rechnet noch mit 200 bis 300 Nachzüglern am morgigen Wettkampftag) und die vielen Helfer bereithalten?

Etwas unberechenbar ist das Wetter. Dass es regnen wird, scheint sicher. Fraglich ist noch, wie stark zugleich der Wind pfeift. "Hauptsache, das wächst sich nicht zu einem Orkan aus", sagt Fiedler. Den sagen die Wetterfrösche nicht voraus, aber gebrannte Kinder scheuen eben das Feuer: 2002 mussten die Rennen wegen eines heftigen Sturms abgebrochen werden.

Doch auch hier kann Entwarnung gegeben werden: Mehr als auffrischende Winde sagen die Wetter-Auguren nicht voraus. Und nachdem zuletzt in Solingen einige Bäume im Sturm brachen, haben die Förster in Remscheid ihre Reviere auch entlang des Röntgen-Wegs inspiziert – ohne Bedenken, sagt Fiedler.

Bliebe als kleinerer Stolperstein nur noch der nach wie vor miserable Handy- und Internetempfang rund um die Halle Hackenberg. Bekanntlich haben sich in den vergangenen Jahren Diebe an den Sende-Antennen zu schaffen gemacht, Ersatz ist noch nicht in Sicht. Dabei ist gerade die Zeitnahme in der Halle aufs Internet angewiesen. "Im vergangenen Jahr wurde eine Außenantenne angebracht. Das hat geklappt", erinnert sich Fiedler: "Ich hoffe, dass es auch diesmal keine Probleme gibt."

Worauf sich der Mitorganisator morgen am meisten freut? Fiedler muss nicht lange überlegen: "Auf den Start am Morgen in Hackenberg. Wenn das riesige Feld losläuft, geht mir das immer wieder unter die Haut."

(HS)
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