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Lokalsport: Ein Ast beendet Sascha Veltens Insel-Abenteuer

Lokalsport : Ein Ast beendet Sascha Veltens Insel-Abenteuer

Eigentlich gehört Sascha Velten zum Röntgenlauf wie der Dom nach Köln. Aber er hatte am Wochenende erstmals Besseres vor: Mit seiner Freundin Jana Rauschenberg flog er Anfang der Woche in den Indischen Ozean auf die Insel La Réunion. Dort wollte der Remscheider "La Diagonale des fous", die Diagonale der Verrückten laufen. 160 Kilometer lang, inklusive 9000 Höhenmetern quer durch das Eiland. Aber Velten hatte Pech: Er verletzte sich am Oberschenkel und musste nach 35 Kilometern aufgeben.

Zunächst lief alles glatt: der Flug, das Einquartieren, die Anmeldung. Auch die Überprüfung der für die Einsamkeit im Inneren der Insel lebensnotwendigen Utensilien (zwei Lampen, Trinkbecher, Rettungsdecke, Windjacke, Handy, Trillerpfeife, Verbandszeug, Mütze, Verpflegung, Flüssigkeit) bestand Velten.

Dann ging es los: Der Startschuss fiel um 22.30 Uhr. Begleitet wurden die Läufer von einem Feuerwerk "und einem Publikum auf den ersten fünf Kilometern, das ich so nur von den Bergetappen bei der Tour de France kenne", sagt Velten. Dann passiert das Malheur: Nach etwas über drei Stunden wollte er eine Gruppe überholen: "Da war ich unachtsam, übersah einen Ast im Buschgras und hab mir einen schmerzhaften Bluterguss am Oberschenkel geholt."

Die Schwellung nahm zu, doch Velten biss auf die Zähne. Doch bei Kilometer 35 ging im steilen Gelände nichts mehr. "Ich hab dann eine Straße gefunden und eine Stunde gewartet, bis ein Auto kam", schilderte der Remscheider seine missliche Lage. Der Fahrer nahm ihn mit nach St. Pierre - dorthin, wo das Abenteuer seinen Ausgangspunkt hatte. "Nun heißt das Motto früher als gedacht Sonne, Strand und Meer", kabelte Velten in die Heimat. So was wäre ihm beim Röntgenlauf nicht passiert . . .

(RP)