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Leichtathletik: DM-Sieg für Roggel, Bader im Kreis vorne

Leichtathletik : DM-Sieg für Roggel, Bader im Kreis vorne

Leichtathletik: Remscheiderin bei der Deutschen Meisterschaft im Crosslauf stark. Beim Kampf um die Kreismeister-Titel starten rund 170 Läufer bei nasskaltem Schneetreiben am Sportzentrum in Hackenberg.

Über Stock und Stein ging es am Samstag in Dornstetten (Landkreis Freudenstadt). Dort wurde um die zu vergebenen Deutschen Meistertitel im Crosslauf gekämpft – mit einem überaus erfreulichen Ausgang für eine Remscheiderin.

 Erfolgreiche Rutschpartie: Arnd Bader holte sich in Hackenberg den Kreismeister-Titel.
Erfolgreiche Rutschpartie: Arnd Bader holte sich in Hackenberg den Kreismeister-Titel. Foto: Hertgen

Während Daniel Schmidt verletzungsbedingt passen musste, stürzte sich Anja Roggel ins Getümmel auf der aufgeweichten Strecke. Die Nachwuchsläuferin ging ohne große Erwartungen an den Start: "Ich wollte mich aber in den Dienst der Mannschaft stellen, da wir hier realistische Medaillenchancen hatten." Und die erfüllten sich: Mit der U 20-Jugend ihres Klubs LAV Bayer Uerdingen/Dormagen holte sie sich mit ihren beiden Teamkolleginnen Tanja Spill und Esther Jacobitz den Titel in der Mannschaftswertung.

Nach 4,3 Kilometern und teils giftigen Anstiegen ("die waren selbst für einen bergischen Läufer nicht ohne") lief Roggel nach 17:43 Minuten ins Ziel – und war damit mit deutlichem Abstand Schnellste des LAV-Trios. In der Einzelwertung reichte die Zeit zum guten siebten Platz. Roggel freute sich: "Das hatte ich nicht erwartet." Nach der gelungenen Hallensaison und dem DM-Titel im Crosslauf geht es für Roggel nun zur Vorbereitung auf die Freiluftsaison in den Osterferien für zwei Wochen ins Trainingslager nach Texel.

Crossläufe standen auch gestern in Hackenberg im Blickpunkt. Hier richtete die LG Remscheid erstmals die Kreismeisterschaft aus, bei der sich Arnd Bader in der Altersklasse M 40 den Titel sicherte. Auch den Weg zum Parkplatz absolvierte er in Rekordzeit. "Das war eine richtige Schlammschlacht und – da wir aufgrund der teilweise asphaltierten Strecke keine Spikes tragen durften – auch eine Rutschpartie", sagte das Lauf-Ass und brachte sich in seinem Auto vor dem nasskalten Schneeregen in Sicherheit.

Rund 180 Teilnehmer hatten für den Wettbewerb gemeldet, knapp 170 Athleten gingen tatsächlich an den Start. "Ich bin froh, dass schon vor einer Woche Meldeschluss war. Da wusste noch niemand, wie schlecht das Wetter werden würde", sagte Mitorganisator Stefan Garweg mit einem Augenzwinkern. Zwar war die Anzahl der Starter trotzdem so gering, dass sogar Rennen zusammengelegt werden mussten, doch einen Vorteil hatte dies: "Der Zeitplan konnte problemlos eingehalten werden", meldete Garweg. Vor ein paar Tagen hatte der Remscheider einen Testlauf absolviert. Da war die Strecke laut Garweg "noch völlig vereist", der aber fand: "Schlamm gehört einfach zu einem Waldlauf dazu."

Derselben Meinung war auch Remscheids Sportamtsleiter Bernd Fiedler, selber ein passionierter Läufer und diesmal als Zuschauer in Hackenberg unterwegs: "Die Strecke ist schön. Der Boden ist tief und auf dem Weg liegen umgefallene Bäume. Nur zum Zuschauen sind die Verhältnisse nicht ideal", bemerkte er. Einige Sportler dürften das anders gesehen haben, denn im Laufe des Tages wurde das Wetter schlechter und die Strecke matschiger. "Es gab keine Verletzten aber den ein oder anderen Ausrutscher", sagte Garweg. Titelverteidiger Noah Bader (M 12) brach das Rennen beispielsweise nach zwei Stürzen vorzeitig ab.

(RP)