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Rollhockey: Der Kapitän steht nur an der Bande

Rollhockey : Der Kapitän steht nur an der Bande

Eigentlich wollte Markus Wilk mit der IGR Remscheid eine Siegesserie starten. Doch inzwischen hat sich der Kapitän des Rollhockey-Bundesligisten im Training einen Kapselriss im linken Sprunggelenk zugezogen. Mindestens drei Wochen Pause bedeutet das für Wilk, das Heimspiel gegen die ERG Iserlohn (Samstag, 15.30 Uhr, Halle Hackenberg) muss er von der Bande aus verfolgen.

"Wir haben Volleyball gespielt, bei einem ,Monsterblock' bin ich umgeknickt", sagt der Routinier über seinen Fauxpas mit einem Schmunzeln. Er ersetzt morgen Co-Trainer Marcus Franken an der Seitenlinie, der möglicherweise nicht pünktlich aus dem Skiurlaub zurückkommt.

Fabian Selbach konnte im Gegensatz zu Wilk über seinen Trainingsunfall kaum lachen: Das Nachwuchstalent knallte am Dienstag mit dem Kopf auf den Hallenboden. "Ich kann auch mit Brummschädel spielen", verdeutlicht er, allerdings verletzte er sich außerdem leicht am Oberschenkel. Yannick Peinke ist — trotz einer Quetschung der linken Wade beim Schlittenfahren — ebenfalls einsatzfähig. "Wir wollen gegen Iserlohn punkten, auch wenn wir wegen der vielen Verletzungen nicht optimal trainieren konnten", sagt der Goalgetter.

Die Formkurve der Bergischen zeigte beim 5:3-Auswärtserfolg in Düsseldorf nach oben, auch der 8:5-Testspielsieg in der Winterpause gegen die Iserlohner hat Selbstvertrauen gegeben. "Die ERG hatte zwar nicht alle Stammspieler an Bord, trotzdem hat das Resultat Mut gemacht", meint IGR-Trainer Andreas Reinert: "Wir haben uns gut bewegt und, was besonders wichtig war, das Tor getroffen." Die 2:5-Pleite in der Hinrunde gegen die Sauerländer hat Reinert trotzdem nicht vergessen: "Da haben wir den ersten Durchgang verschlafen."

Vor den schnellen Akteuren der Gäste, wie beispielsweise Nationalspieler Kai Milewski, hat Reinert explizit gewarnt. Er will der Spielfreude der Sauerländer mit "geballter Offensivkraft" begegnen. Yannick Peinke, Max Richter sowie Fabian und Robin Selbach stehen in der Anfangsformation, Matthias Mattusch aller Voraussicht nach im Tor. Außerdem überlegt Reinert, Patrick Nikolajko zu nominieren: "Er kann uns mit seinem guten Torabschluss vielleicht helfen."

Gegen Iserlohn, das auf dem dritten Platz hinter Herringen und Cronenberg rangiert, muss die IGR für einen Erfolg ein perfektes Spiel abliefern. "Die Punkte sind nicht eingeplant", gibt Reinert zu. "Aber für eine Überraschung sind wir gut."

(RP/ac)