Judo: Bergische Judoka im Westen eine Macht

Judo : Bergische Judoka im Westen eine Macht

Bei der Westdeutschen Einzelmeisterschaft glänzen Wermelskirchener und Remscheider. Nun folgt die Pokalmeisterschaft.

Das Ruhrgebiet war für die Judoka des JC Wermelskirchen am Wochenende ein gutes Pflaster: Immerhin erkämpften sich die Bergischen bei der Westdeutschen Einzelmeisterschaft in Bochum vier Startplätze für die Deutsche Pokalmeisterschaft, die am kommenden Wochenende in Frankfurt (Oder) stattfindet. Für den Wettkampf in Brandenburg qualifizierten sich auch Katrin Leimgardt (Remscheider TV) und Thomas Morcinek (JC Remscheid).

JCW-Judoka Vanessa Kopperberg startete in der Gewichtklasse bis 57 Kilogramm und zog mit zwei schnellen Siegen ins Halbfinale ein. Hier musste sie sich zwar der späteren Titelträgerin Anja Reßler beugen, dafür gewann Kopperberg aber das kleine Finale und jubelte über ihr Ticket nach Frankfurt (Oder). Katrin Borchardt (JCW; bis 70kg) profitierte zunächst von einem Freilos und gewann die folgenden zwei Kämpfe souverän. Im Halbfinale traf sie auf die Leverkusenerin Jenny Schmitz, die sie ebenfalls besiegte. Erst im Finale musste sie sich der WM-Starterin Ulrike Scherbarth (Mönchengladbach) geschlagen geben.

In der Gewichtsklasse bis 70kg kämpfte auch Anke Thiel (JCW). Für sie war das Turnier allerdings nach einer frühen Niederlage beendet. Regina Groß (TG Hilgen) wurde bei der Einzelmeisterschaft Siebte. Die Wermelskirchenerinnen fieberten auch mit Saskia Scherer aus Kaarst mit (bis 52kg). Scherer, die in der vergangenen Saison zwei Kämpfe für den JCW bestritten hatte, wird dem Judoclub in der kommenden Saison in allen Begegnungen zur Verfügung stehen. In Bochum wurde sie Westdeutsche Meisterin. Katharina Reinsch (bis 52kg) komplettiert das JCW-Quartett bei der Pokalmeisterschaft, da sie sich den vierten Rang in ihrer Klasse sicherte.

Katrin Leimgardt (RTV; bis 78kg) stand als Zweite auf dem Treppchen. Die Remscheiderin ist dadurch ebenfalls in Frankfurt (Oder) dabei. In Runde eins bot sie bei ihrem Sieg über Angelique Ostwald eine überzeugende Leistung. Danach kam es zum Aufeinandertreffen mit Carolin Rößner, die ebenfalls das Nachsehen hatte. Im Halbfinale bekam es Leimgardt mit Eva Strack zu tun. Die Remscheiderin benötigte drei Minuten, um den Finaleinzug perfekt zu machen. Den Titel holte sie jedoch nicht: Kirsten Schophuis war nicht zu schlagen.

Auch Thomas Morcinek (JCR; bis 100kg) hat sich in Bochum gut aus der Affäre gezogen. Das Turnier begann für ihn mit einem Freilos. Da sich in seiner Klasse nur zehn Teilnehmer qualifiziert hatten, ging es für ihn direkt um den Einzug ins Halbfinale. Nach 51 Sekunden konterte Morcinek seinen Gegner aus und stand in der Runde der letzten Vier. Gegen Rafael Mattukat verlor er zwar, aber im Duell um Rang drei traf Morcinek auf Janis Terinde, den er mühelos besiegte.

(RP)
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