Handball: Aufsteiger deklassiert die Klatt-Schützlinge

Handball : Aufsteiger deklassiert die Klatt-Schützlinge

Handball-Oberliga: Panther verlieren mit 24:32 gegen den TV Vorst. Die HGR holt beim Bergischen HC II ebenfalls keine Punkte.

Die Panther befinden sich nach der peinlichen Niederlage gegen den TV Vorst im Schockzustand. Gegen den Aufsteiger setzte es vor rund 100 Zuschauern in der Max-Siebold-Halle eine vor allem in der Höhe nicht zu erwarten gewesende 24:32-Heimschlappe. Es war in der laufenden Saison bereits die dritte Heimniederlage für die Panther und die dritte Pleite innerhalb einer Woche (das Pokal-Aus gegen die SG OSC Löwen Duisburg eingerechnet). Bei den Bergischen ist Ernüchterung eingekehrt.

Ceven Klatt, Spielertrainer der Panther, musste das Geschehen von der Tribüne aus tatenlos mitansehen. Dorthin hatte ihn das Schiedsrichtergespann Stüsken/Senft in der ersten Spielhälfte während einer Auszeit verbannt, nachdem er ihrer Meinung nach zu viel Einfluss auf das Spiel genommen hatte. Auf dem Feld fehlte er seiner Mannschaft zu Beginn noch nicht, denn bis zum 12:9 (21.) lief bei den Hausherren noch alles rund. Dann schlichen sich immer mehr Fehler ins Spiel der Panther ein und Vorst kam zurück.

Bis zum 19:20 (39.) bekämpften sich beide Teams auf Augenhöhe, ehe den Panthern urplötzlich scheinbar der Stecker gezogen wurde. Egal, ob in der Abwehr oder im Angriff, bei den Gastgebern lief einfach nichts mehr zusammen. Das nutzte der TV Vorst gnadenlos aus und stellte in der Folge blitzschnell auf 27:20 (50.), ehe bei den Klatt-Schützlingen in der Schlussphase endgültig alle Dämme brachen und sie sich willenlos ihrem Schicksal ergaben.

"Ich muss das Geschehene erst einmal in Ruhe einordnen. Von meiner Mannschaft bin ich auf jeden Fall maßlos enttäuscht. Vor allem die Laufbereitschaft der Jungs hat nicht gestimmt. Auf der anderen Seite haben die Schiedsrichter die ganze Zeit gegen uns gepfiffen. Davon haben sich meine Spieler leider demoralisieren lassen." In den letzten 15 Minuten kassierten die Panther zwölf Gegentore. "So etwas darf uns einfach nicht passieren", ergänzte Klatt verärgert.

Panther-Tore: Reinacher (9), Kluge (7), Hattig (3), Fuchs (3), Ueberholz, Schneider, Middendorf (je 1).

Bergischer HC II — HG Remscheid 30:29 (12:11) — Die Remscheider konnten nur eins der letzten drei Spiele vor heimischem Publikum gewinnen, darum sprach HGR-Trainer Mike Novakovic vor dem gestrigen Auswärtsauftritt gegen die "Zweite" des Bergischen HC auch von einer "richtungsweisenden Partie". Um weiter vorne in der Tabelle mitzumischen, mussten unbedingt zwei Punkte her. Die HGR war allerdings nicht in der Lage, Zählbares mitzunehmen, was den Vorsitzenden Ralf Hesse auf die Palme brachte: "Ich weiß nicht, warum ich mich in Zukunft noch für die Mannschaft engagieren sollte, wenn sie so grottenschlechte Spiele abliefert", sagte der erboste HGR-Verantwortliche.

Die Remscheider kamen nur über Einzelaktionen zum Torerfolg, es fehlte an jeglicher Leidenschaft. "Das Zusammenspiel hat überhaupt nicht funktioniert. Mir tut vor allem der Trainer leid, der Woche für Woche alles für seine Schützlinge tut", sagte Hesse, der allen HGR-Akteuren bis auf Alleinunterhalter Alexander Zapf, der zwölf Treffer erzielte, eine "unterirdische Leistung" bescheinigte. Auch Novakovic war enttäuscht: "Die Mannschaft war undiszipliniert und hat sich von Beginn an nur über die Schiedsrichter aufgeregt, anstatt sich auf das Spiel zu konzentrieren."

Aufgrund von Zeitstrafen und sieben Fehlwürfen lagen die Remscheider zur Pause mit einem Tor hinten. Novakovic: "Der Sieg war zwar noch drin, aber meine Spieler haben leider im zweiten Durchgang vergessen, die Brechstange herauszuholen." Zu allem Überfluss musste die HGR in der Schlussphase in Unterzahl agieren, weil Lukas Steinhoff eine zweiminütige Zeitstrafe ausgesprochen bekam. "Seine Unbeherrschtheit wird Konsequenzen haben", kündigte Novakovic an.

HGR-Punkte: Zapf (12/4), Hinkelmann, Pütz (je 4), Steinhoff (3), Kirschsieper, Zarnekow (je 2), Krajnik, Lewandowski (je 1).

(RP)