SPD-Landesvorsitzender Sebastian Hartmann am 1. Mai in Remscheid

Maikundgebung auf dem Rathausplatz : Maikundgebung: SPD-Chef Sebastian Hartmann kommt

Mit einem klaren Bekenntnis für ein vereintes, soziales Europa und dem Appell, an den Wahlen zum EU-Parlament teilzunehmen, meldet sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Wort.

(zak) Mit einem klaren Bekenntnis für ein vereintes, soziales Europa und dem Appell, an den Wahlen zum EU-Parlament teilzunehmen, meldet sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Wort. Peter Lange, Vorsitzender des Remscheider DGB-Stadtverbands, machte jetzt deutlich, dass für ihn der Brexit keinen Nachahmer in der Staatenfamilie finden darf. Er forderte dazu aber auch von der EU eine Kurskorrektur. Es müsse verstärkt um sozialen Zusammenhalt gehen – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird.

Diese Positionierung erfolgt im Vorfeld zur Maikundgebung auf dem Theodor-Heuss-Platz am Rathaus. Hauptredner wird am 1. Mai Sebastian Hartmann sein, der Vorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen. „Er war von 2011 bis 2013 Mitarbeiter von Martin Schulz, dem damaligen Präsidenten des EU-Parlaments“, sagt Peter Lange. Bevor der SPD-Politiker gegen 11 Uhr mit seiner Rede beginnt, gibt es um 9 Uhr einen ökumenischen Gottesdienst in St. Suitbertus und ab 10.15 Uhr die Demonstration vom Markt hinauf zum Platz am Rathaus. Hier kommen auch Aktivisten zu Wort, die sich in Remscheid bei „Fridays for Future“ für den Klimaschutz starkmachen.

Rund 10.000 Gewerkschaftsmitglieder aus Remscheid sind in der Dachorganisation vertreten, etwa 1000 davon zählen zur IG Metall. Deren erster Bevollmächtigter Marko Röhrig findet es bedauerlich, dass nur 22 Prozent der Remscheider Unternehmen Ausbildungen anböten. „78 Prozent verzichten darauf. Das sind aber genau die, die dann über den Fachkräftemangel schimpfen.“

Der DGB will sich außerdem am 1. Mai dem Thema gleiche Bezahlung von Mann und Frau widmen. „Statistisch arbeiten Frauen 77 Tage pro Jahr unentgeltlich, weil ihre männlichen Kollegen mehr Lohn erhalten“, erklärt Lange. Und nicht nur das: Es sind zumeist Frauen, die bei der Elternzeit oder bei der Pflege der Angehörigen beruflich eine Auszeit nehmen.

Doch nicht nur die Gesellschaft – auch die Gewerkschaft braucht die Frauen. Sigrid Wolf, DGB-Regionsgeschäftsführerin, will verstärkt um deren Engagement und auch um die Jugend werben.

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