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Remscheid: Spannend wie die Feuerwehr

Remscheid : Spannend wie die Feuerwehr

So real haben sie die Feuerwehr nie kennengelernt. Aufgeregt und mit gespannt aufgerissenen Augen folgen die sieben Jungs zwischen sieben und zehn Jahren Andre Triesch durch die Wache der Remscheider Feuerwehr.

Der Berufsfeuerwehrmann ist seit vielen Jahren voller Begeisterung dabei und kennt sich auf dem Gelände bestens aus. Mit interessanten Erklärungen begleitete er die jungen Teilnehmer der Führung, die gestern im Rahmen des städtischen Ferienprogramms stattfand.

Eigentlich hatte der Rundgang beim Löschzug beginnen sollen, doch der war kurz zuvor ausgerückt. So fanden sich die Jungen von Anfang an mitten im 24-Stunden-Alltag der Feuerwehrmänner wieder. Auf der Wache sind alle ständig in Alarmbereitschaft. Während der dreistündigen Führung wurde natürlich nicht nur über den Ablauf des Dienstes gesprochen, vielmehr ging es darum, die Wache genau kennenzulernen. Technikräume, Werkstätten und der Lernraum mit der Miniaturansicht der Stadt Remscheid gehörten genau so zum Programm wie die Wagen der Feuerwehr.

"Kommt ruhig herein und seht euch alles an. Hier im Rettungswagen haben wir all das, was ihr im Krankenhaus findet. Schon vor Ort können wir den Patienten sehr gut helfen", erklärt Alexander Kirsch. Wie sein Kollege Triesch fährt auch er Rettungswagen und im Löschzug. "Hier wird es nie langweilig!"

Diese Meinung teilt auch Marcel, der zum dritten Mal an einer Feuerwehrbesichtigung teilnimmt und schon viel über die Einsätze und Aufgaben der Mitarbeiter weiß. "Es macht Spaß, immer wieder Neues zu entdecken", sagt er. Besondere Highlights waren allerdings das großen Auto mit der 30 Meter langen Drehleiter, der Löschturm und die Atemschutzübungsstrecke, "der Käfig". Einmal im Jahr dient dieser dem Belastungstest der Feuerwehrleute. In voller Montur, die bis zu 35 Kilogramm wiegt, müssen diese den Parcours bewältigen.

Zur Feuerwehr gehört mehr, als manches Kind erwartet hätte: "Seit ich sechs bin, möchte ich zur Feuerwehr, wie mein Bruder. Weil ich jetzt zehn bin, kann ich nach den Ferien bei der Jugendfeuerwehr mitmachen. Das ist cool!", sagt Tom-Janik strahlend. Er läuft zu den anderen zurück, um ja nichts zu verpassen.

(RP)