1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Solingen: Der Start des Impfzentrums ist geglückt

Stationäre Impfungen in Remscheid : Der Start des Impfzentrums ist geglückt

Die geplanten Abläufe funktionieren. Zur stationären Impfung waren 120 Senioren geladen – und ließen sich vom Wintereinbruch nicht abhalten.

Das Impfzentrum in der Sporthalle West hat am Montag um 14 Uhr seine Arbeit aufgenommen: Insgesamt 120 Impfwillige hatten über die Website oder Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) einen der begehrten Termine ergattert. Um 17 Uhr zog der Impfplaner der Stadt, Feuerwehrchef Guido-Eul-Jordan, ein positives Zwischenfazit: 83 von 120 Impflingen waren da geimpft, die angedachten Abläufe hatten sich bewährt.

Trotz Winterwetters hatte bis dahin keiner der über 80-Jährigen den Termin abgesagt. Alle waren erschienen – und zeigten sich zufrieden mit der Behandlung vor Ort, berichtet Eul-Jordan. Viele der Impflinge hätten die Möglichkeit genutzt, sich begleiten zu lassen. Sie kamen mit dem Auto, dem Taxi oder auch mit dem Shuttle-Service der Stadtwerke. Nur eine Dame musste abgewiesen werden. Sie war mit 58 Jahren zu jung für die aktuelle Zielgruppe.

Die Impfdosen waren pünktlich um 9 Uhr am Morgen geliefert worden. Und auch das 80-köpfige Team, bestehend aus medizinischem Personal, Verwaltung und Krisenstab, hatte sich am Vormittag vorbereitet. Sie führten erste Trockenübungen und Stresstests durch, um den reibungslosen Ablauf auf den Impfstraßen durchzuspielen.

Auf das winterliche Wetter hatten die städtischen Mitarbeiter reagiert und frühzeitig den Schnee vor der Halle weggeräumt sowie den kostenlosen Shuttle-Service zwischen Güldenwerth und Halle West sichergestellt. „Sollte heute aufgrund des Wetters jemand nicht kommen können, verliert er seine Impfung aber nicht“, hatte Eul-Jordan am Mittag gesagt. „Wir werden alle anrufen, die nicht kommen und für einen neuen Termin bereitstellen.“  Da sich am Nachmittag abzeichnete, dass das nicht so viele Personen sein würden, ergibt sich auch de Möglichkeit, sie in einen der regulären Impftage zu integrieren. Für den Fall von unerwarteten Absagen, etwa aufgrund kurzfristiger Erkrankungen – Impfungen können bei einem Infekt oder erhöhten Fieber nicht verabreicht werden – „haben wir eine Liste aller über 80-Jährigen der Stadt vorliegen, die wir kurzfristig kontaktieren und vorziehen können, damit keine Impfung verloren geht.“

 Der 81-jährige Rudi Greinacher erhielt als einer der Ersten seine Schutzimpfung von Impfärztin Kira Decius.
Der 81-jährige Rudi Greinacher erhielt als einer der Ersten seine Schutzimpfung von Impfärztin Kira Decius. Foto: Stadt Remscheid/Juric, Viola

Im Impfzentrum werden im Februar jeweils montags, mittwochs, samstags und sonntags zwischen 14 und 20 Uhr insgesamt 1324 Dosen des Vakzins von Biontech verabreicht. Ab März werde die Auslastung im Impfzentrum erhöht und fortan sieben Tage die Woche jeweils von acht bis 20 Uhr im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet.

Möglich wird das durch die Lieferung des zweiten Impfstoffes von Astrazeneca, das diesen Freitag erstmals in Remscheid ankommen wird. Mit dem Vakzin sollen Menschen unter 65 Jahre geimpft werden. Gemäß der Corona-Impfverordnung wird die erste Charge mit 462 Dosen dieses Impfstoffes am Freitag Impfwilligen aus systemrelevanten Berufsgruppen wie etwa Mitarbeitende der Rettungsdienste, der Tagespflegen, ambulanter Pflegedienste, der Hospize, von Wohngruppen und ähnlichen Einrichtungen verabreicht. Kommende Woche werden weitere 341 Dosen erwartet.

 Blick in den Anmeldebereich im Eingangsbereich in der Sporthalle West.
Blick in den Anmeldebereich im Eingangsbereich in der Sporthalle West. Foto: Jürgen Moll

Anders als beim Vakzin von ­Biontech und Pfizer, wo drei Wochen nach der ersten die zweite Impfung verabreicht wird, müssen Impflinge von Astrazeneca neun Wochen auf die Zweitimpfung warten. Termine werden nicht über die KV abgewickelt, sondern über die Kommune.