Schülersprecher des EMA-Gymnasiums hört auf

Schule in Remscheid: EMA-Schülersprecher gibt seinen Posten ab

Sechs Jahre lang hat sich Francesco Lo Pinto (17) in der Schülervertretung (SV) für die Belange seiner Mitschüler am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) stark gemacht; die vergangenen zwei Jahre als Sprecher und Gesicht der EMA-Schülerschaft. Nun gibt er den Posten ab, um sich auf seinen Abschluss zu konzentrieren.

Als Verbindungsglied zwischen Schülern, Eltern und Lehrer hat sich Francesco Lo Pinto in seiner Funktion als Schülersprecher verstanden. Jemand, der überall präsent ist und sich gerne einmischt, manchmal zu viel – wie er nachdenklich zugibt: „Es war auf jeden Fall eine coole Zeit, ich habe sehr viel gelernt, bin gereift und selbstbewusster geworden. Aber den Job kann man sicherlich auch besser machen. Ich hätte einiges früher abgeben sollen.“ Was er meint, sind einige der zahlreichen Aufgaben eines Schülersprechers, die er sich mit seinen Vertretern und dem Gremium hätte teilen können.

Denn wie auch in der Politik, wo Lo Pinto seit seinem 14. Lebensjahr als Jugendratsmitglied mitwirkt, betreibt auch die SV verschiedene Arbeitsgruppen und Aktivitäten. Am EMA sind das etwa die Themen Information, Sport, Organisation und Fundsachen. Sie beteiligen sich an der AG Gesunde Schule und kümmern sich jährlich um die Päckchen-Aktion, bei der bedürftige Remscheider zu Weihnachten ein Präsent erhalten.

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Als Schülersprecher nahm Lo Pinto seine Aufgaben immer Ernst. „Ich wollte sichergehen, dass alles funktioniert, deswegen habe ich überall nochmal selbst drüber geguckt.“ Ein Fehler, den sich der 17-Jährige selbstkritisch eingesteht. Aber er ist auch stolz, etwa darauf, sich als gewählter Sprecher zum Wohle seiner Mitschüler, bei der Umgestaltung des Schulhofes und der Gestaltung des Selbstlernzentrums beteiligt zu haben. „Außerdem hat sich die SV für eine Handy-Ordnung eingesetzt und den sozialen Tag (Anmerkung der Redakion: ein bundesweiter Aktionstag der Jugendorganisation „Schüler helfen Leben“) an unserer Schule zu initiieren.“

Nun räumt Lo Pinto seinen Platz, um sich auf sein bevorstehendes Abitur vorzubereiten. Der Abschied falle ihm schwer, „weil es eine lange Zeit war“, aber er ist auch froh, auf geeignete Kandidaten für seine Nachfolge schauen zu können, die bereits lange in der SV mitgearbeitet haben. „Jeder sollte die Erfahrung machen, in der SV mitzuarbeiten. Man lernt viel und gewinnt viele Fähigkeiten und Kompetenzen, die für das weitere Leben wertvoll sind.“ Er hofft, dass seine Nachfolge, die nach den Sommerferien vom Schulgremium gewählt wird, Motivationsgeist, Flexibilität und Sachlichkeit mitbringt und das EMA würdig nach innen und außen vertritt