Remscheid: Rosetti-Cup - Kicken für guten Zweck

Remscheid: Rosetti-Cup - Kicken für guten Zweck

Das Fußball-Turnier für Hobby-Spieler wurde 2014 aus der Taufe gehoben. Gespielt wird, um soziale Einrichtungen finanziell zu unterstützen.

Am Anfang stand ein Unglück, das jeden Fußballer in der Seele schmerzen würde. Der Maurer-Meister Rosario Cutruneo verletzte sich 2014 beim "Gewag & Friends-Cup" schwer. Gebrochenes Sprunggelenk und einen Bänderriss diagnostizierten die Ärzte. Acht Monate war der Handwerker außer Gefecht. Acht Monate auf Krücken. Acht Monate zuschauen, wenn andere spielen und arbeiten können. "Da wollten wir helfen und ein Zeichen für ihn setzen", sagt sein Chef Thomas Küster. Mit Unterstützung von Salih Altuntas wurde ein Benefizturnier aus der Taufe gehoben. Und für Küster stand fest: "Wenn ich etwas mache, dann mache ich es ganz oder gar nicht."

16 Firmen spielten 2014 erstmals für den guten Zweck. "Wir hatten an einen Erlös von 1000 bis 2000 Euro gedacht, am Ende kamen 10.000 Euro zusammen", erinnert sich Thomas Küster. Nutznießer war die Hilda-Heinemann-Schule, die Unterstützung für ihr therapeutisches Reiten benötigte. Der Bauunternehmer machte weiter, gründete mit den "Helfenden Handwerkern" einen Hilfsverein.

Die gemeinnützige Veranstaltung entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte, von denen soziale Institutionen in Remscheid profitieren. In den ersten drei Jahren kamen 45.000 Euro zusammen. Im vorigen Jahr überreichten die Cup-Initiatoren jeweils 10.000 Euro an die Ärztliche Kinderschutzambulanz und an die Hilda-Heinemann-Schule. So kann es weiter gehen. Am 16. September findet der nächste Rosetti-Cuo statt.

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In diesem Jahr wird es erstmals ein großes Zelt geben, in dem 400 Gäste Platz finden. Die Anziehungskraft des Rosetti-Cups ist groß. Das haben die Veranstalter im vorigen Jahr besonders zu spüren bekommen. Der Andrang war so stark, dass es für die Besucher und Spieler des Turniers auf dem Schützenplatz Parkplatzprobleme gab.

"Es soll ein großes Familienfest werden", sagt Thomas Küster. Im Zelt ist ein Rahmenprogramm geplant, für das sich die Organisatoren Musik oder Comedy vorstellen. Kinder werden mit gesonderten Aufführungen unterhalten. Ein gigantisches Fußball-Dart wird für Spaß und Geselligkeit sorgen. An der Scheibe kann sich jeder ausprobieren, der sich zutraut, aus sechs Metern mit einem Soft-Ball die Scheibe in der Mitte zu treffen.

Gespielt wird auf zwei 30 mal 15 Meter großen Kunstrasenfeldern, die von einer Bande umzäunt werden. Die Spieldauer beträgt zwei Mal sechs Minuten. 32 Senioren- und acht Juniorenteams - Männer wie Frauen - können teilnehmen. Sportlicher Ehrgeiz ist erlaubt, aber im Mittelpunkt stehen der Spaß und das soziale Engagement.

(RP)