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Retter-Shirts für Remscheider Kneipen-Wirte

Hilfe für Gastronomen in Remscheid : Retter-Shirts für Kneipen-Wirte

Jeden Abend in der Gaststätte zu sein, die Kunden zu bewirten, mit ihnen zu reden – das alles kann Torsten Dehnke aktuell nicht. Seine Bar „Miro“ an der Scharffstraße hat wie alle gastronomischen Einrichtungen geschlossen.

Aktuell versucht Dehnke „irgendwie im Gespräch zu bleiben“. Zum Beispiel im neu gegründeten Internet-Radio „MyViertel“, bei dem er sich als DJ versucht hat.

Durch die Corona-Krise gehen den Gastronomen die Einnahmen verloren, die Zwangsschließungen bedrohen ihre Existenz. Um das abzufedern, gibt es verschiedene Ideen. Die Idee, die Dehnke und einige seiner Kollegen hatten, gibt es in Größen von S bis XXL: ein Retter-Shirt.

Angefangen hat die Entwicklung dieses Shirts mit der Facebookseite „Unser Remscheid – Unser Genuss“, die Dehnke Mitte März ins Leben gerufen hat. Auf ihr informiert ein Zusammenschluss von Remscheider Gastronomen über ihre Situation, über Lieferdienste und Möglichkeiten, den Gastrobetrieben zu helfen. So wurde zum Beispiel ein Gutschein-Aktion gestartet, bei der einzelne Betriebe aufgelistet waren, die Gutscheine verkaufen. Die Remscheider wurden gebeten, diese Gutscheine zu erwerben. Was, laut Dehnke, auch viele getan haben.

Jetzt also die T-Shirts. Auf der Website www.gastroremscheid.de können sie gekauft werden. Ein T-Shirt kostet 20 Euro, zehn Euro davon kommen den Gasststätten zugute. Wer ein solches Retter-Shirt kauft, kann einen von zehn Gastronomiebetrieben auswählen, den er unterstützen möchte.

Bis Dienstag seien schon 75 Shirts verkauft worden, sagt Dehnke. Natürlich könne alleine mit T-Shirts nicht aller Schaden von den Gastronomen abgewendet werden, „aber jeder Euro hilft“,sagt Torsten Dehnke.

Neben den Spendenaufrufen versucht der Miro-Inhaber aktuell vor allem, seine Ausgaben gering zu halten, um irgendwie aus der Corona-Krise zu kommen. Der Strom ist runtergefahren, das Gebäude, in dem die Miro-Bar ist, gehört der Stadt. „Die Stadt hat die Mieten gestundet“, sagt Dehnke. Dafür sei er sehr dankbar.