Remscheid: Renovierung der Schulen läuft auf Hochtouren

Remscheid: Renovierung der Schulen läuft auf Hochtouren

Für die Sanierung der Remscheider Schulen hat das Land viel Geld zur Verfügung gestellt. Doch kann die Stadt die 20 Millionen Euro auch fristgerecht abrufen und investieren? NRW Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) forderte die Kommunen in einem Zeitungsinterview auf, sie sollten jetzt ihre Anstrengungen erhöhen, die Schulsanierung auf den Weg zu bringen, um nicht Millionen-Unterstützung liegenzulassen."

Thomas Judt, Leiter des Remscheider Gebäudemanagements, kann mit der Aufforderung wenig anfangen. "Die sollen in Düsseldorf nicht denken, wir drehen hier Däumchen", sagte Judt. Er und sein Team seien bestrebt, die insgesamt 20 Millionen Euro für Remscheid zügig zu investieren. Das Geld stammt aus den Förderprogrammen "Gute Schule 2020" und dem Kommunalfördergesetz I und II. Bisher gebe es noch keine Verzögerungen. Es sei aber noch zu früh, um ein Fazit zu ziehen, sagte Judt.

Der fristgerechte Abschluss einer Sanierung hänge von mehreren Faktoren ab. Zum einen gebe es einen Mangel an qualifiziertem Personal auf dem Markt, der eine Baumaßnahme selbstständig und fachgerecht vonseiten der Stadt als Auftraggeber betreuen kann. Zwei Jahr hat Judt nach einer Fachkraft gesucht, um die Abteilungsleiterstelle in seinem Amt wieder zu besetzen. Das sei nun gelungen. Zum 1. Mai kommt Verstärkung ins Gebäudemanagement. Auch ein Architekt im Ruhestand wird für die Stadt künftig arbeiten und seine Erfahrung bei der Umsetzung von Bauaufträgen einbringen. Doch reicht die Personaldecke? "Ich werde bald eine Liste vorlegen und nachweisen, wie der Bedarf gestiegen ist", sagte Judt.

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Die Mittel des Landes stehen nicht unbefristet zur Verfügung. Das hält Judt für keine gute Lösung. "Es kann doch nicht sein, dass das Land Mittel zur bereitstellt und einen Teil später wieder einkassiert", sagt Judt. Absurd fände er es, wenn die Stadt eine Maßnahme begonnen habe, diese aber am Ende mit eigenen Finanzmittel stemmen müsste, weil das Fördergeld nicht mehr da sei. "Ich hoffe, die Politik bewegt sich da weiter", sagte Judt. Schon einmal gab es Verlängerung für die Kommunen. In den Schulferien wird die meiste Arbeit geleistet. Firmen zu bekommen, sei kein großes Problem, sagt Judt. Aber Firmen haben Probleme, die Frist in den Ferien einzuhalten, weil auch ihre Mitarbeiter mal Urlaub machen.

(RP)