Remscheider Weihnachtstreff mit Schlittschuhbahn

Eisbahn als Highlight : In zwei Wochen beginnt der Aufbau des Remscheider Weihnachtstreffs

Bei allen Debatten rund um die Sicherheitslage auf dem Theodor-Heuss-Platz setzt Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann beim bevorstehenden Weihnachtstreff vor dem Rathaus weitgehend auf die bewährten Maßnahmen.

Bei allen Debatten rund um die Sicherheitslage auf dem Theodor-Heuss-Platz setzt Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann beim bevorstehenden Weihnachtstreff vor dem Rathaus weitgehend auf die bewährten Maßnahmen. Das heißt vor allem, dass seine Mitarbeiter Präsenz zeigen sollen: „Dies geschieht bei täglichen Kontrollgängen – zuweilen auch gemeinsam mit der Polizei,“ kündigt der Behördenchef an, der einzelne Diskussionsbeiträge über Vorfälle auf dem Platz als „ein bisschen überzogen“ bezeichnet.

Auch der Veranstalter will dazu beitragen, dass sich die Besucher sicher fühlen können. „Wir haben wie üblich einen Security-Dienst beauftragt. Er ist rund um die Uhr im Einsatz. Außerdem werden sämtliche Ecken auf der Veranstaltungsfläche gut ausgeleuchtet sein“, berichtet Schausteller Marcel Müller aus Hannover, der für das vorweihnachtliche Projekt auch in diesem Jahr verantwortlich ist.

Über 40 Anbieter versprechen ab dem 16. November an ihren Ständen insbesondere kulinarische Leckerbissen. Klassiker, wie die Currywurst oder der Spießbraten im Brötchen, gibt es ebenso wie Gebäck aus Spanien, das Müller ins Sortiment aufgenommen hat. Freunde von Weihnachtsbaumschmuck oder adventlicher Deko kommen hingegen nicht auf ihre Kosten. „Das lohnt sich einfach für die Händler in Remscheid nicht. Viele Kunden beziehen die Waren in den Billigläden oder per Internet“, begründet Marcel Müller die Ausrichtung. Deswegen verzichtet er auf die Bezeichnung Weihnachtsmarkt. Die Überschrift lautet 2018 erstmals Weihnachtstreff, die den bisherigen Begriff Wintertreff ersetzt.

Formen nimmt das Ganze ab dem 6. November an. An diesem Dienstag beginnt der Aufbau der Eisbahn. Im Zuge der Arbeiten müssen die Wochenmarkthändler im November vom Theodor-Heuss-Platz weichen. Sie bauen ihre Stände dann auf der oberen Alleestraße auf. Dort ist wie in den Vorjahren auch das Kinderkarussell zu finden, das hier relativ einsam seine Runden dreht. „Es passt nicht auf den Platz. Außerdem ist dies der Wunschstandort der Schausteller“, erklärt Marcel Müller, der den Treff am Rathaus seit 2014 organisiert. Remscheid ist für ihn gemeinsam mit seiner Familie in der Vorweihnachtszeit zur zweiten Heimat geworden.

Bis zum 23. Dezember können Interessenten an den Ständen Glühwein genießen oder auf der Schlittschuhbahn den doppelten Rittberger trainieren. Sie sei eine der größten in Nordrhein-Westfalen: „Mit einer Fläche von 700 Quadratmetern“, verspricht Marcel Müller. 160 000 Euro seien nötig, um „Tageskarten zu sozialen Preisen“ anbieten zu können. Das Geld stammt von Sponsoren, die im Gegenzug Bandenwerbung erhalten. Für ein Tagesticket müssen Kinder bis zwölf Jahre drei Euro zahlen. Für Jugendliche und Erwachsene gibt es die Karte für vier Euro.

Ein Gratisausflug über die Eisbahn winkt auch in diesem Jahr wieder Schulklassen. „Das macht unser Hauptsponsor, die Stadtsparkasse, möglich“, erklärt Müller. Anmeldungen werden nun entgegengenommen.

Eine „Zufahrtssperre“ soll den Platz absichern, wie es Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann formuliert. In den Vorjahren hatte der Veranstalter einen Stapler so platziert, dass ein Fahrzeug nicht auf die Veranstaltungsfläche vordringen konnte – eine Vorsichtsmaßnahme in Zeiten der Terrorgefahr. Die vergangenen Vorweihnachtsaktionen seien in Remscheid reibungslos verlaufen. „Natürlich gab es hin und wieder mal ein kleineres Scharmützel, wenn sich Gäste nicht einigen konnten, wer zuerst auf die Eisfläche darf“, blickt Jürgen Beckmann zurück. Schlimmere Straftaten seien allerdings nicht dokumentiert worden.

Einen wichtigen Hinweis hat aber dennoch: Besucher sollten sich vor Trickdieben schützen, die das dichte Gedränge oft für ihre Absichten nutzen. Die Geldbörse gehöre in die innere Jackentasche und nicht in die Hose.“

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