Remscheider Röntgenlauf: Vorfreude auf den 20. Geburtstag

Remscheider Röntgenlauf : Vorfreude auf den 20. Geburtstag

Ohne große Pannen verlief der 19. Röntgenlauf. Im nächsten Jahr gibt es einen Hundert-Kilometer-Lauf. Ein Festkomitee soll die besondere Veranstaltung planen.

Um entspannt morgens um 8.30 Uhr am Start des Halbmarathons in Hackenberg stehen zu können, müssen bei der Organisation alle Rädchen ineinandergreifen. Startnummer auf dem großen Anmeldebogen in der Halle Hackenberg finden, Anmeldeunterlagen mit Laufchip und nummeriertem Kleiderbeutel abholen, den Bus auf dem Oerlikon-Parkplatz nicht verpassen, den Kleiderbeutel bis 8.15 Uhr im richtigen LKW abgeben. Über 3000 Läufer waren am Sonntag beim Röntgenlauf am Start. Von großen Pannen ist Michael Sternkopf, Leiter des Sportamtes Remscheid, nichts zu Ohren gekommen. „Wir sind mit dem Ablauf sehr zufrieden“, zieht Sternkopf Bilanz.

Er war zusammen mit Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes dafür eingeteilt, auch Verletzte von der Strecke zu holen. An manchen Stellen lag nasses Laub. Zwischendurch ging es steil bergab, teilweise führte die Strecke durch aufgeweichten Boden. Helfer machten in Lüttringhausen auf Rutschgefahr aufmerksam. Sechs leicht verletzte Sportler meldet Sternkopf. Aber nichts Schlimmes.

Der Schutz der Umwelt steht bei Remscheids größter Sportveranstaltung immer schon hoch im Kurs. In diesem Jahr erhielten die Läufer laut Sternkopf erstmals einen Kunststoffbecher, der in die Jackentasche geknüllt werden konnte — um Pappbecher an den Getränkeständen einzusparen. Die 1500 Bananen lieferte der F(l)air-Weltladen aus Lüttinghausen. Und auch der Einsatz von Mehrwegtellern bei der Pasta-Party lässt die Ökobilanz des Lauf-Events positiv ausfallen. „Wir haben den Müll um mehr als ein Drittel reduziert“, sagt Sternkopf. Überlegt wird, vielleicht ein Spülmobil anzuschaffen. Vielleicht schon für nächstes Jahr, wenn der Röntgenlauf seinen 20. Geburtstag feiert.

In den nächsten Wochen treffen sich die Vertreter des Röntgen Sport Clubs, um zu überlegen, wie dieses Jubiläum angemessen gefeiert werden kann. Einen Hundert-Kilometer-Lauf wird es in jedem Fall geben, wie bereits in den Jahren 2010 und 2015. Start ist nachts um drei Uhr. Überlegungen zu einer größeren Messe kursieren. Vielleicht gelinge es auch, einen prominenten Sportmediziner zu einem besonderer Sportkonkress zu holen. Das Festkomitee will die Planungen zügig angehen.

Sternkopf zufolge hat der Röntgenlauf an Attraktivität in den vergangenen Jahren nichts eingebüßt. Die Läuferzahlen seien mit etwas über 3000 Anmeldungen stabil. In diesem Jahr war wieder je eine Gruppe aus Quimper, aus den USA und aus Pirna am Start. Obwohl es fast an jedem Wochenende in irgendeiner Stadt in NRW einen Lauf gibt, brechen die Zahlen nicht ein. Das liegt laut Sternkopf an zwei Gründen: Zum einen bietet der Röntgenlauf eine Palette an Veranstaltungen, vom Lauf für Kinder bis zum Ultra-Marathon. Zum anderen sei die Strecke durchs Bergische Land von besonderem Reiz.

Während die Läufer in Köln und Düsseldorf zum Beispiel nur über eine flache Strecke laufen, sind die Steigungen rund um Remscheid ziemlich anspruchsvoll und für manche eine besondere Herausforderung. Und nicht an jeder Strecke steht bei Kilometer 18 eine kleine Sektbar. 400 ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass die Veranstaltung klappt. Das soll auch im nächsten Jahr wieder so sein.

Der angekündigte Regen blieb aus. Für die Läufer war das Wetter ideal, nicht zu warm und nicht zu kalt. Foto: Moll, Jürgen (jumo)
Die ersten Kilometer des Halbmarathons führten durch die Lenneper Altstadt. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Mehr Bilder gibt’s im Internet unter www.rp-online/remscheid

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das war der Röntgenlauf 2019 in Remscheid

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