Remscheider Funbox wird zum Skater-Paradies

Freizeitsport in Remscheid : Funbox wird zum Skater-Paradies

Die Stadt investiert in Sportanlagen. Die Rollhockey-Spieler starten auf neuem Boden mit neuen Banden in die Saison.

Ein lange gehegter Wunsch der Skater-Szene in Remscheid geht in Erfüllung. Die Funbox an der Ringstraße in Lennep wird mit einer fest installierten Skateranlage ausgestattet. Die Initiative kam aus dem Jugendrat. Ende September soll dieses Skaterparadies mit großen und kleinen Sprungchancen fertig sein. Zusammen mit den Jugendlichen haben die Mitarbeiter der Firma Schneestern aus Bayern den Parcours konzipiert.

„Es ist nicht die Anlage der Verwaltung, sondern der Jugendlichen“, sagte Sportdezernent Thomas Neuhaus gestern bei der Vorstellung des Konzepts. Die aus Holz gebauten Schanzen sind auch für BMX-Fahrer geeignet.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz betonte, die Halle sei immer für die Öffentlichkeit gedacht gewesen. Der Eintritt ist frei. Die Sportvereine, die bisher die Halle genutzt haben, haben nach Auskunft von Markus Dobke, Mitarbeiter im Sportamt, andere Sporthallen zugewiesen bekommen. Nur die Bogenschützen werden dort weiter ihren Sport ausüben.

Dopke geht davon aus, dass die Skater nun mehr Zeit als bisher für ihre Treffen zur Verfügung haben. An den Öffnungszeiten werde noch gebastelt. Laut Neuhaus sucht die Stadt über das Arbeitsamt Personen, die den Betrieb betreuen. Ganz ohne Aufsicht gehe es nicht. Der Kern der Gruppe umfasst 40 Aktive. Aber es kommen immer wieder Gäste und Neugierige hinzu.

 Bezahlt wird die Anlage aus Rücklagen. Der Investor des Fastfood Restaurants Burger King gleich nebenan hatte 2001 die Halle gebaut und für die Instandhaltung eine Summe hinterlegt. Von diesem Guthaben nimmt die Stadt nun 49.000 Euro in die Hand.

Zurzeit steht in der Halle die transportable Skateranlage, die an verschiedenen Orten immer mal wieder aufgebaut wurde. In Reinshagen und am Hackenberg zum Beispiel. Was mit ihr passieren soll, steht noch nicht fest. Sie sei arg in die Jahre gekommen und der Aufbau verlange viel Personal. Solche Anlagen seien nicht mehr gefragt.

Wesentlich teurer als die Funbox kommt der Stadt die Investition eines neuen Bodens in der Sporthalle Hackenberg zu stehen. Veranschlagt sind 250.000 Euro. Neben Schülern trainieren vor allem die Sportler des Rollsportvereins Remscheid (IGR) in der Halle. „Wir wollen mit der Renovierung zeigen, dass wir den Spitzensport unterstützen“, sagte OB Mast-Weisz. Der Bundesligist ist dringend auf neue Banden angewiesen. Die alten hätten keine weitere Saison überstanden. Zudem hat der Boden über 40 Jahre auf dem Buckel. Die Arbeiten für den „flächenelastischen Schwingboden“ ziehen sich voraussichtlich bis Ende September hin. „Wenn es um die Funktionalität und Nutzbarkeit der Sporthallen geht, können sich die Vereine auf die Stadt verlassen“, sagte Thomas Neuhaus.

Burkhard Mast-Weisz erinnerte daran, dass die Stadt für ihre Sporthallen viel Geld in die Hand nehme. Er verwies auf die neue Dreifachsporthalle am Röntgengymnasium und den geplanten Neubau der Sporthallen am Albert-Einstein-Gymnasium. Allein für diesen Komplex mit Parkpalette kommen Ausgaben von etwa 20 Millionen Euro auf den Kämmerer zu.

Den Ruf nach einer neuen Dreifachsporthalle am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium könne er gut nachvollziehen. „Wir können so etwas aber nur machen, wenn die Mittel dafür verfügbar sind“, sagte Mast-Weisz. Das gelte auch für eine weitere Sporthalle am Hackenberg. Ein Gutachter hatte festgestellt, dass bei den prognostizierten Schülerzahlen ein realer Bedarf für eine Dreifachsporthalle in der Innenstadt und eine Halleneinheit in Lennep besteht.