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Remscheider Feuerwehr, EWR und TBR trotz Krise einsatzbereit

Remscheider Feuerwehr, EWR und TBR sind einsatzbereit. : Gewappnet für alle Fälle

Wegen des Coronavirus arbeiten immer mehr Arbeitnehmer im Home-Office. Doch es gibt Berufsgruppen, die das nicht können, die aber trotzdem arbeiten müssen, weil sie systemrelevant sind.

Zum Beispiel die Technischen Betriebe. „Die Müllabfuhr wird weiterhin fahren können“, sagt TBR-Sprecher Frank Ackermann. Aktuell sei niemand erkrankt. Die TBR trifft dennoch alle nötigen Vorsichtsmaßnahmen. Jobs, bei denen keine Präsenzpflicht herrscht, werden ins Home-Office erledigt, und es wird noch mehr auf die Hygiene geachtet. Es könne natürlich sein, dass es zum Worst-Case kommt, dass mehrere Mitarbeiter an Corona erkranken. „Dann haben wir einen Notfallfahrplan“, sagt Ackermann. Heißt: Es werden dann nicht mehr alle Haushalte in einem Schwung abgefahren, sondern es gibt andere Fahrpläne. Wenn es dazu kommt, werde die TBR darüber auf ihrer Website informieren.

Auch der Wertstoffhof hat weiterhin geöffnet. Jedoch kann dort nicht mehr bar, sondern nur noch mit Karte gezahlt werden. Ähnlich beim Sperrmüllexpress. Hier nehmen die TBR Anträge nur noch beim Vorzeigen eines Überweisungsbelegs entgegen, eine Barvorauszahlung ist nicht mehr möglich.

„Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir unser Angebot aufrechterhalten können“, sagt Klaus Günther-Blombach, Vertriebsleiter bei den EWR. Die Strom-und Wasserversorgung hänge nicht von Lieferketten ab. Weil die Versorgung der Bürger mit Strom und Wasser aber essentiell ist, treffen die EWR alle nötigen Vorkehrungen. Mitarbeiter arbeiten, soweit es geht, von zu Hause aus. Wenn ein wichtiger Monteur ausfallen sollte, stehe immer einer bereit, der einspringen kann, so Blombach. „Unsere höchste Priorität ist die Versorgungssicherheit der Bürger“, sagt der Vertriebsleiter. Momentan sei noch alles überschaubar. „Wir stellen uns aber auf den Krisenfall ein.“ Jeden Tag berät ein Krisenstab über das weitere Vorgehen.

Die Feuerwehr Remscheid sieht sich auch für den Ernstfall gewappnet. „Wir haben kleine Einsatzgruppen gebildet, die keinen Kontakt untereinander haben sollen“, sagt Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan. So werde sichergestellt, dass bei einer möglichen Erkrankung nicht die gesamte Feuerwehr in Quarantäne gehen muss. Das heißt, dass auch Mahlzeiten getrennt voneinander eingenommen werden, dass in unterschiedlichen Schichten gearbeitet wird. Falls es zum Ernstfall komme, „haben wir Pläne in der Schublade“, sagt Eul-Jordan. So würde dann zum Beispiel auf verstärkte Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr gesetzt.