Remscheid: Yoga-Festival lockt viele Besucher

Gesundheitssport : Yoga-Festival lockt viele Besucher

Die Premiere in der Sporthalle West kam am Samstag bei Gästen wie Kursleitern gut an. Die Stimmung war entspannt und einladend. Den ganzen Tag über waren die verschiedenen Angebote gut besucht.

„Es war absolut gelungen. Nächstes Jahr bitte wieder“, fasste Marcus Hinzmann begeistert den Tag zusammen und spiegelte damit die allgemeine Stimmung wider. Zum ersten Mal fand am Samstag in der Halle West das Remscheider Yoga-Festival statt. Es lockte nicht nur Yoga-Begeisterte nach Reinshagen, sondern sprach auch viele „Neulinge“ an. Den ganzen Tag über war es in der Halle voll. Schon am frühen Morgen waren fast 100 Teilnehmer anwesend, die sich dem gemeinsamen Singen des Kirtan anschlossen. Dabei handelt es sich um einen Gesang auf Sanskrit, der ältesten Indischen Sprache.

Für Hinzmann ist diese musikalische Form des Yogas eine Leidenschaft. Als Vorsänger leitete er den Kirtan an, dessen Silben von den umstehenden wie ein Echo wiederholt wurden und begleitete das Ganze auf seinem Harmonium. „Kirtan ist ein Singen in der Gemeinschaft, welches das Herz erreicht“, beschreibt es auch seine Frau Claudia. Das Paar lehrt und praktiziert die Philosophie des Yogas im eigenen Studio. Marcus Hinzmann zeigte sich auch am Samstag als Dozent in den Workshops und Helfer sehr aktiv.

Er gehörte zu dem Dutzend Yogalehrer, die am Samstag die verschiedensten Formen der Meditation und des Yogas präsentierten und die Besucher in Workshops zum Mitmachen animierten.

Unter ihnen war auch Sandra Golob. Seit acht Jahren führt sie mittlerweile ihr eigenes Studio. Die vierfache Mutter litt lange unter Nackenschmerzen und fand auf einen Rat hin zum Yoga, entschied sich schließlich dazu, die vierjährige Ausbildung zu machen und sich intensiv mit dem Bewegungsablauf, der Anatomie des Körpers oder auch der Geschichte des Yogas zu befassen. Heute bietet sie neben einer Vielzahl von Kursen auch Business-Yoga an und freut sich, dass mittlerweile über die Hälfte  der Teilnehmer Männer sind. Ganz entgegen des Vorurteils, dass Yoga nichts für Männer sei.

So waren am Samstag Frauen, sowie Männer – vom jungen Erwachsenen bis zum Rentner –  vertreten, manche von ihnen von morgens bis abends, und zeigten sich allgemein begeistert. Nicht wenige nahmen sich nach den Workshops vor, Yoga künftig auch privat zu praktizieren und in ihren Alltag einzubauen.

Für Doris Hermann ist das ein sehr erfreuliches Feedback für ihre Mühen, denn ohne die Mitarbeiterin des Sportamts wäre das Festival nicht zu Stande gekommen. Seit einem dreiviertel Jahr plante und organisierte sie, bemühte sich um Dozenten, veganes Catering, Yoga-Ausstatter und natürlich die Werbung, um möglichst viele auf das Event aufmerksam zu machen. „Die Kurse sind seit heute Morgen alle voll, ich habe nur positive Rückmeldungen erhalten“, freut sie sich.  „Ich mache selber seit einiger Zeit Yoga und es tut mir einfach gut. Ich bin ruhiger, geerdeter und kann viel besser mit stress umgehen.“

Die Stimmung in der Sporthalle war ruhig, entspannt, offen und einladend. „Was ich an der Yoga- Gesellschaft schätze, ist auch, dass man hier mit dem Herzen umgeht, das findet man so nicht überall. Es ist eine schöne Atmosphäre und war ein gelungener Tag“, sagt Hermann.

Ob im kommenden Jahr das Festival wieder stattfinden wird steht zwar noch nicht fest, aber die Resonanz sprach am Samstag eindeutig dafür.

Mehr von RP ONLINE