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Aus dem Rat Wochenmarkt bleibt auf dem Theodor-Heuss-Platz

Remscheid · Nur bei Schnee sollen die Händler umziehen. Der Stadtrat beschloss zudem bei seiner letzten Sitzung 2022 die Schaffung von 14 neuen Stellen bei der Verwaltung.

Die CDU hatte zynisch von einem besonderen Weihnachtsgeschenk für die Beschicker des Wochenmarkts gesprochen: Gemeint war damit ein Brief des Stadtmarketings, in dem angekündigt worden war, dass der Wochenmarkt wohl von Januar bis März auf die untere Alleestraße verlegt würde. Begründet worden war dies damit, dass die Verwaltung keinen externen Winterdienst für den Platz habe finden können.

In einer Sonderratssitzung am Donnerstag kam das Thema zur Sprache. Markus Kötter warf der Stadt vor, den Beschickern damit noch mehr zu schaden, als dies ohnehin in der vergangenen Zeit durch die Umstrukturierung des Marktes geschehen sei. Auch Otto Mähler (SPD) zeigte sich empört über die schriftlichen Ausführungen.

Baudezernent Heinze erklärte, dass ein Umzug an andere Stelle nur in Notfallsituationen – etwa wenn es extrem winterlich und verschneit sein würde – angedacht sei. Denn im Gegensatz zu den Jahren zuvor könne der Platz aufgrund seiner statischen Probleme nicht mehr mit schwerem Wintergerät der TBR befahren werden. „Wir suchen nach geeignetem Ersatz“, versprach Heinze. Grundsätzlich bleibe der Markt auf dem Theodor-Heuss-Platz.

Ein zweites Thema: Die Schaffung weiterer Planstellen für  die Verwaltung. „Wir bräuchten eigentlich 90“, erklärte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Man habe sich nun mit den Fachbereichen auf 14 Stellen geeinigt, die dringend vom Rat abgesegnet und  besetzt werden müssten. Darunter auch vier Stellen für das geplante Remscheider Ausbildungs- und Trainingszentrum (RATz), das in Honsberg eingerichtet werden soll. Dessen Planung und Umsetzung steht aber noch am Anfang und soll erst noch in den Ausschüssen diskutiert und  gegebenenfalls im Frühjahr im Rat beschlossen werden.

„Wir können keine Stellen beschließen für ein Projekt, das noch nicht bewilligt ist“, erklärte Linken-Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff-Wetzel. Auch Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) und Markus Kötter (CDU) konterten, die Stellen seien im laufenden Etat nicht eingeplant. Mast-Weisz drängte auf Eile, versprach, die Stellen nur zweckgebunden zu besetzen. Mit einer knappen Mehrheit wurden nach langer Diskussion alle 14 Stellen beschlossen. Die SPD zeigte sich erleichtert. Mast-Weisz: „Wir müssen handeln, damit sich die Lage endlich etwas entspannt.“

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