Remscheid: Wilke-Wurst ging an drei Altenheime – keine Gefahr

Gesundheit in Remscheid : Wilke-Wurst ging an drei Altenheime – keine Gefahr

Auch nach Remscheid wurden Wurstwaren der hessischen Firma Wilke geliefert.

Weil Produkte aus deren Herstellung mit Keimen verseucht sind und Menschen durch den Verzehr zu Tode gekommen oder erkrankt sein sollen, wurde eine bundesweite Rückrufaktion gestartet. In der aufwendigen Recherche der Vertriebswege stellte sich heraus, dass auch drei Altenheime in Remscheid Wurstwaren des Herstellers geliefert bekommen haben, berichtete Dr. Dagmar Senczek vom auch für Remscheid zuständigen Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Solingen auf Anfrage unserer Zeitung.

Das Landesumweltamt übermittelte die Daten ins Bergische Land an den dortigen Bereitschaftsdienst. Der nahm telefonisch und per E-Mail sofort zu den Heimen Kontakt auf. Zwei der drei Einrichtungen seien noch am Donnerstag erreicht worden, das dritte meldete sich am Freitag beim Amt. Gefahr für die Bewohner der Senioreneinrichtungen habe aber zu keiner Zeit bestanden, sagt Dr. Senczek.

Die Altenheime seien mit Wurst beliefert worden, die durchgekocht worden sei und zudem für den Verzehr noch einmal erhitzt werden muss. Beim Erhitzen würden die Keime absterben. In den Heimen würde auf solche Zubereitungsregeln sehr genau geachtet. Die betroffene Ware sei gleichwohl entsorgt worden, so wie es in der Rückrufaktion empfohlen wird.

Bei den gefährlichen Fällen, die gerade Schlagzeilen machen, handele es sich um Rohwurst wie Salami. Würde diese im Supermarkt auf einer Maschine geschnitten, auf der später dann andere Wurst bearbeitet wird, könne der Keim übertragen werden.

Dr. Senczek lobte die gute Zusammenarbeit von Behörden und Medien in diesem Fall. Die Informationen seien schnell beim Bürger angekommen.

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