Remscheid: Werkzeugtrasse soll sicherer werden

Bürgermonitor für Remscheid : Werkzeugtrasse soll sicherer werden

Für Fußgänger auf dem Weg von der Innenstadt nach Blumental und Stachelhausen birgt der Rad- und Wanderweg große Gefahren, sagt Wilfried Mehlmann. Er plädiert für einem Umbau im Bereich der Brücke an der Treppenstraße.

In Höhe des Bahnübergangs an der Stachelhauser Straße fällt die Böschung an der Trasse des Werkzeugs über einige Meter steil ab. Schneisen im dichten Grün des Hanges zeigen, dass die Topographie die Trassennutzer nicht davon abhält, diese Abkürzung zu nehmen, um schneller nach Blumental zu gelangen. Der nächste sichere Ausgang aus der Trasse ist erst hinter dem BSI-Gebäude an der Weststraße, also ein ordentliches Stück entfernt.

Für Wilfried Mehlmann ist dies schon lange eine unhaltbare Situation. Wer den steilen Hang herunterkomme, stehe unten praktisch unmittelbar im Verkehr auf der Alexanderstraße, die an dieser Seite keinen Bürgersteig hat, demonstriert er. Immer wieder beobachtet er Kinder, die sich – von der Daniel-Schürmann-Grundschule oder der Albert-Einstein-Gesamtschule kommend – hier in riskante Situationen begeben.

Seit Jahren bemüht sich der mittlerweile pensionierte Berufsschullehrer, Politik und Verwaltung auf diesen „Konstruktionsfehler“ der Trasse hinzuweisen und eine Änderung zu erreichen. Mit zwei Oberbürgermeistern hat er gesprochen, Fraktionsvorsitzende kontaktiert – ohne Erfolg. CDU und Linke sähen Handlungsbedarf, die SPD aber habe ihn abblitzen lassen. Nachdem es nun Bestrebungen der Politik gibt, die 13 Jahre alte Trasse zu sanieren, hat sich Mehlmann entschlossen, noch einmal aktiv zu werden.

Sein Vorschlag für mehr Sicherheit vor allem für Kinder: Im Bereich Stachelhauser Straße / Treppenstraße wird die Trasse auf Straßenniveau abgesenkt, die Brücke verschwindet, der Durchgangsbereich für den Verkehr wird so aufgeweitet, dass Fußgänger auf beiden Seiten der Straße sicher in Richtung Blumental kommen. Aktuell ist selbst der vorhandene Bürgersteig mit Kinderwagen nicht gefahrlos nutzbar. Der Bus schwenkt bei der Durchfahrt auf den Fußweg aus. Ein Bahnschild zwingt Mütter mit Kinderwagen zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Ein Nadelöhr.

Mehlmann weiß, dass seine Idee für einen Umbau viel Geld kosten würde. „Die Sicherheit unserer Kinder sollte uns das aber wert sein.“ Er ist bereit, finanziell zu helfen, damit die Stadt Fördergelder beantragen kann. Bei Gesprächen mit den Machern der Nordbahntrasse in Wuppertal hat er erfahren, was mit bürgerlichem Engagement zu bewegen ist.

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