Remscheid: Wartezeit im Ämterhaus wird kürzer

Remscheid : Wartezeit im Ämterhaus wird kürzer

Der Bürgerservice in Remscheid hat ein neues Konzept, das Abhilfe schaffen soll.

Die Wartezeiten auf einen Termin im Ämterhaus sollen weiter reduziert werden und in den Hauptzeiten möglichst nicht ansteigen. Das verspricht ein neues Konzept, das der Bürgerservice entwickelt hat. „Wir haben uns jeden Geschäftsprozess angeschaut“, sagt Barbara Reul-Nocke, die als Ordnungsdezernentin für den Bürgerservice verantwortlich ist.

Seit 2005 sind Einwohnermeldewesen sowie Angelegenheiten zu Personaldokumenten und der Kfz-Zulassung zentral im Ämterhaus am Ebert-Platz untergebracht. Bis 2016 mussten Wartemarken gezogen werden. Doch an bestimmten Tagen gab es besonders große Menschenansammlungen. Deshalb wurde auf die Terminvergabe umgestellt. Das funktionierte auch bis einschließlich 2017 gut. Dann fielen 2018 acht Mitarbeiter aus oder weg. Es kam zu langen Wartezeiten.

Mittlerweile müssen die Remscheider nicht mehr vier Wochen oder länger warten, um etwa ihr Fahrzeug anzumelden. Rund eine Woche dauert es derzeit, bis die Remscheider ein Personaldokument beantragen können. Das liege daran, dass fast alle Stellen wieder besetzt seien, sagt Reul-Nocke. Es gebe nur einen Ausfall durch eine Langzeiterkrankung. Zukünftig sollen in solchen Fällen auch Mitarbeiter anderer Fachbereiche mithelfen. Dazu soll ein Mitarbeiterpool gebildet werden. Diese Mitarbeiter werden allerdings nicht alle Aufgaben übernehmen können, sondern sollen insbesondere bei Sonderterminen eingesetzt werden, wenn Bürger nur Dokumente abholen können.

Mit nun acht statt bisher sieben Terminen gleichzeitig will der Bürgerservice sein Wartezeiten-Problem auch in den Griff bekommen. Generell gehe es aber darum, dass die Zeit pro Kunde reduziert werde. Ein weiterer Punkt auf der Liste sind zusätzliche Termine, die tagesaktuell angeboten werden – je nach Personalstand. Sie sind persönlich, telefonisch oder über die Internetseite buchbar. Somit bestehe nun auch die Möglichkeit, für den gleichen Tag einen normalen und keinen Notfall-Termin zu bekommen.

„Ganz wichtig ist auch der neue Schalter für die Zulassungsdienste.“ Die Anbieter würden bisher auch die Termine für Privatkunden nutzen. Sie sollen nun separat bedient werden. Zudem übernehmen die Sachbearbeiter an der Infotheke zusätzliche Aufgaben. Dort können nun auch Wohnungen abgemeldet, Führungszeugnisse beantragt oder beispielsweise Schwerbehindertenausweise verlängert werden.

Termine im Ämterhaus können persönlich, über das Service-Center unter Telefon 0 21 91 / 16 22 00 oder im Internet gebucht werden.