Remscheid: Viele Meinungen zur Alleestraße

Remscheider Innenstadt : Viele Meinungen zur Alleestraße

Mehr als 400 Menschen nutzten die Chance, ihre Meinung zur Attraktivität, zur Zukunft und zu Problemen der Allee loszuwerden.

Der Termin steht: Am Samstag, 21. September, und am Sonntag, 22. September, präsentiert Linda Stamm die Ergebnisse ihrer Umfrage zur Alleestraße. Und zwar am lebenden Objekt. „Ich werde verschiedene Punkte entlang der gesamten Alleestraße nutzen“, kündigt die Remscheiderin an. Unter dem Titel „Meinungsmeile – Macht Allee mit“ wird die Studentin der Bergischen Universität Wuppertal auf kreative Weise ein Stimmungsbild zur Einkaufspassage zeichnen.

Dieses ergibt sich aus den Ergebnissen der Umfrage, an der bis zum vergangenen Samstag Alleestraßennutzer, Einzelhändler, Gastronomen, Immobilienbesitzer und andere lokale Akteure teilnehmen konnten. Mehr als 400 Menschen nutzten sowohl im Internet als auch in Papierform die Chance, ihre Meinung zur Attraktivität, zur Zukunft und zu Problemen der Meile loszuwerden. Das sind deutlich mehr, als Stamm anfangs erwartet hatte.

Wie berichtet, ist die Umfrage Teil eines Semesterprojekts der Remscheiderin im Studiengang Public Interest Design. Die Fachrichtung beschäftigt sich mit der Annahme, dass auf öffentliche Angelegenheiten durch Design Einfluss genommen werden kann. Deshalb werden die Ergebnisse kunstvoll und für alle sichtbar auf der Alleestraße präsentiert.

Mit Sprühkreide will Linda Stamm die jeweiligen Fragen auf die Straße schreiben. Für die dazugehörigen Antworten bezieht die Studentin die Umgebung wie Straßenlaternen, Fassaden und Co. mit ein.

Wie sehr die Remscheider an „ihrer“ Alleestraße hängen und wie groß ihr Wunsch ist, ihre Meinung zur Einkaufsmeile kundzutun, bekam Linda Stamm auch am vergangenen Samstag zu spüren. Da stand sie gemeinsam mit Ralf Wieber, Geschäftsführer der Immobilien- und Standortgemeinschaft Alleestraße, am Brunnen vor dem Allee-Center, um den Passanten vor Ort die Möglichkeit zu geben, sich an der Umfrage zu beteiligen.

Binnen rund 90 Minuten – dann sorgte der einsetzende Regen für einen Abbruch der Aktion – gewann Stamm nicht nur rund 50 weitere Teilnehmer für ihre Befragung, sondern sie erfuhr auch einiges über das Seelenleben der Passanten bezüglich der Allee. „Was die Menschen darüber zu erzählen hatten, war zum Teil richtig emotional“, berichtet Stamm von den Meinungen der Leute, die sich in Scharen am Stand eingefunden hatten.

Nicht jeder habe dabei an der Umfrage teilnehmen wollen. Manch einer sei einfach froh gewesen, einmal seine Sicht der Dinge loswerden zu können. Das Meinungsspektrum habe von hoffnungsvoll über konkrete Kritik – beispielsweise am nach wie vor defekten Brunnen – bis hin zu Resignation gereicht.

Am Samstag bekam jeder der Besucher am Stand von Linda Stamm eine Postkarte in die Hand gedrückt. Darauf war der Termin für die Präsentation am 21. und 22. September vermerkt. Dann wird es die detaillierten Ergebnisse zum Stimmungsbild geben.

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