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Remscheid: Viel Engagement und eine große Feier

Heimatbund Lüttringhausen : Viel Engagement und eine große Feier

Der Heimatbund Lüttringhausen will sich auch in diesem Jahr in politische Themen einbringen. Im Fokus stehen der Kreisverkehr Eisernstein, die Verlängerung der Balkantrasse und die Umgestaltung des hinteren Rathausumfeldes.

Viele Themen in Lüttringhausen wären wohl nicht ohne den Heimatbund Lüttringhausen realisiert oder im Fall des möglichen Gewerbegebietes Blume verhindert worden. In diesem Jahr blickt der Bürgerverein bereits auf sein 95-jähriges Bestehen. Das soll gebührend gefeiert werden, verrät die Vorsitzende des Heimatbundes, Christiane Karthaus.

„Wir könnten uns vorstellen, dieses Jubiläum wieder als Anlass für ein Bürgerfest zu nehmen“, sagt sie. Als eine Art Dankeschön, denn die Bürger seien es, die den Verein tragen. „Durch die großartige Spendenbereitschaft der Bürger konnten die Denkmäler im Lüttringhauser Stadtteilgebiet, die Weihnachtsbeleuchtung, mit der wir ja Vorreiter waren, die Beleuchtung der Kirchen und des Rathauses auf den Weg gebracht werden“, betont sie.

Doch auch der Heimatbund kämpft damit, dass es immer weniger Menschen gibt, die sich aktiv einbringen wollen. Das stellt den traditionsreichen Bürgerverein vor große Herausforderungen. Bereits beim Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr fehlten helfende Hände, obwohl sich der Verein bereits um eine Verjüngung bemüht und einige neue Mitglieder gewinnen konnte.

Ein Konzept, mit dem man andere wieder für die Vereinsarbeit begeistern kann, gibt es noch nicht. Das soll aber Thema sein, wenn sich Vorstand und Beirat Anfang Februar treffen. Bei diesem Termin soll auch festgelegt werden, bei welchen Themen sich der Verein einbringen und auch mit Personal engagieren kann.

Bei zwei Themen für den Ortsteil wird sich der Heimatbund definitiv starkmachen: die Verlängerung der Balkantrasse und die Realisierung des Kreisverkehrs Eisernstein. „Das Thema Kreisverkehr wird seit 20 Jahren verfolgt. Die damaligen Planungen sind überholt. Die Verwaltung muss neu planen. Dies werden wir sicherlich mit Nachdruck verfolgen“, betont Karthaus.

Bezüglich des Radverkehrskonzepts hat sich Heimatbund-Mitglied Stephan Jasper kundig gemacht. Er wird das Thema auch beim traditionellen Kottenbutteressen am kommenden Samstag in den Mittelpunkt rücken. Die Diskussionen zu Verkehr und Umwelt haben gezeigt, dass es bei der Bevölkerung ein Umdenken gebe, merkt Karthaus an. Eine sinnvolle Verlängerung könne die Attraktivität des Radfahrens im Bergischen steigern und auch zu einer Verbesserung der angespannten Verkehrslage führen. Beschäftigen werde in diesem Jahr Verein und Stadtteil auch weiterhin die Umgestaltung des hinteren Rathausumfeldes in Lüttringhausen. In der Februar-Sitzung will die Bezirksvertretung (BV) über die endgültige Gestaltung entscheiden.

„Wir hatten hier Gestaltungspläne unterbreitet. Bedauerlicherweise fanden diese in der Bezirksvertretung keine Unterstützung“, sagt die Vorsitzende Christiane Karthaus mit Blick auf den vom Heimatbund vorgeschlagenen Brunnen für die Badepärchenskulptur. Die Idee für die Wasserinstallation wurde im Jahr 2019 stark diskutiert und hatte viele Gegner. Letztlich sprachen sich die Lokalpolitiker gegen den Vorschlag aus, einigten sich mit dem Heimatbund Lüttringhausen allerdings auf eine andere Variante zur Integrierung der Skulptur. Dieser Vorschlag wird derzeit noch vom zuständigen Fachdezernat erarbeitet.