Remscheid: Verdrecktes Bahnhof-Parkhaus ärgert Berufs-Pendler

Bürgermonitor Remscheid : „Kein Aushängeschild für unsere Stadt“

Berufs-Pendlerin Ulrike Schatton ärgert sich über fehlende Kontrolle und Scherben auf den Stellplätzen im P & R-Parkhaus am Hauptbahnhof. Seit Anfang Juli ist ein Sicherheitsdienst im Einsatz, sagt die Stadt.

Eigentlich finden Berufspendler am Morgen im P & R-Parkhaus am Hauptbahnhof relativ gut einen freien Parkplatz, wenn sie hier auf die S-Bahnlinie 7 umsteigen wollen, um etwa nach Düsseldorf zur Arbeit zu fahren. Dumm allerdings, wenn zwar ein freier Stellplatz vorhanden ist, sie beim Einfahren aber riskieren müssen, ihr Auto zu beschädigen.

So ergeht es regelmäßig der Remscheiderin Ulrike Schatton, die täglich vom Hauptbahnhof zur Arbeit nach Düsseldorf pendelt. Besonders auf den oberen Ebenen seien die freien Plätze mit Scherben von zerschlagenen Flaschen bedeckt, berichtet Schatton unserer Zeitung. Sie vermutet, dass sie Hinterlassenschaften der Gruppen sind, die das Parkhaus vor allem in den Abendstunden zum Skaten oder Mountainbiken nutzen. Auch Trinkgelage gebe es dort.

Was Ulrike Schatton besonders wundert, ist, dass offenbar nichts gegen die Vermüllung des Parkhauses unternommen wird. Sechs Wochen lang habe eine zerschlagene Wodkaflasche auf einem Parkdeck gelegen, berichtet sie.

Beim Versuch, die wachsende Vermüllung einem Verantwortlichen zu melden, erlebte sie die nächste Überraschung. Beim Anruf bei der Stadtwerke-Tochter Parkservice Remscheid (PSR) erfuhr sie, dass die PSR die Verantwortung für das Parkhaus mittlerweile abgegeben hat. Dort wurde sie an den Betreiber der S-Bahnlinie 7 Abellio verwiesen, der verwies wiederum an die Deutsche Bahn. Am Ende der Telefon-Odyssee landete sie bei Sabine Räck, die im Rathaus nicht nur als persönliche Referentin von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz arbeitet, sondern auch für das Thema Bürgerbeschwerden zuständig ist. Ihr schrieb Ulrike Schatton im Anschluss an ein Telefonat eine längere Mail, in der sie die Zustände ausführlich schilderte. Darin heißt es unter anderem: „Dieses Parkhaus entwickelt sich immer mehr zum Schandfleck und ist wirklich kein Aushängeschild für unsere Stadt. Es stellt sich die Frage, wie sich die Besucher des sich in der Errichtung befindlichen Kinos dazu stellen werden, wenn sie bei jedem Kinobesuch befürchten müssen, sich die Reifen „platt“ zu fahren oder ihr Auto gar beschädigt vorzufinden.“

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Sabine Räck habe ihr erklärt, dass die Stadt dabei sei, eine Lösung zu erarbeiten, berichtet Ulrike Schatton. Ein Treffen mehrerer Beteiligter dazu stünde in den nächsten Tagen an. Das war im April. Seitdem habe sie nichts mehr von der Stadt gehört, sagt die BM-Leserin. Aber es passierte was: Kurz nach dem Telefonat mit der BM fand Ulrike Schatton bei der Rückkehr von der Arbeit ein grob gereinigtes Parkhaus vor. Zehn blaue Säcke warteten auf ihren Abtransport, die Scherben auf den Stellplätzen waren oberflächlich beseitigt.

„Wir haben eine Grundreinigung angeordnet“, berichtete Sabine Räck aus dem OB-Büro gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem ist seit Anfang Juli ein Sicherheitsdienst mehrmals am Tag im Parkhaus unterwegs. Er hat bereits zahlreiche Platzverweise ausgesprochen. Über die grundlegenden Schritte, wie man die Sauberkeit des Parkhauses dauerhaft in den Griff bekommt, werde im Rathaus noch diskutiert. Mehrere Varianten stehen zur Diskussion, unter anderem das Engagement einer Reinigungsfirma, die ihren Standort in der Nähe des Parkhauses hat.

Die bei der Feuerwehr aufgeschaltete Notrufnummer gibt es nicht mehr. Der Sicherheitsdienst melde alle Probleme sofort weiter, sagt Sabine Räck. Bürger könnten aber jederzeit Beobachtungen melden. Das geht telefonisch unter Tel: 02191-163765 (Frau Rosa) oder per E-Mail unter beschwerde@remscheid.de