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Remscheid: Umbau im Allee-Center geht voran​

Radlader rollen im Untergeschoss des Remscheider Einkaufszentrums : Umbau im Allee-Center geht voran

Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen im Allee-Center sind im vollen Gange. Derzeit wird das Untergeschoss umgebaut, damit schon in wenigen Monaten Edeka und Aldi einziehen können.

Während bei Tchibo gerade Kaffee getrunken, bei H&M eine Jacke umgetauscht wird und bei Deichmann Schuhe anprobiert werden, sind zeitgleich im Untergeschoss des Allee-Centers die Bauarbeiten für die Neugestaltung im vollen Gange: Auf der rund 8000 Quadratmeter großen Fläche, auf der früher Real Ware angeboten hat, werden künftig Aldi Nord (1600 Quadratmeter) und Edeka (3000 Quadratmeter) den innerstädtischen Bereich mit Lebensmitteln versorgen. Es wird noch einen dritten Mieter geben. Welcher das sein wird sei noch nicht spruchreif, erklärt Center Manager Nelson Vlijt bei einer Baustellenführung unter anderem für die Presse. „Wir sind in Verhandlung, aber ich kann noch nichts verraten. Nur soviel: Dieser Mieter wird ei Sortiment anbieten, was es im Allee-Center so noch nicht gibt.“

Oliver van Scheren ist Bauleiter des baden-württembergischen Bauunternehmens Schlegel Concepts, das die Arbeiten mit Unterstützung von Nachunternehmern durchführt. Seit acht Wochen findet jetzt der Rückbau statt, Wände müssen abgerissen, neue gezogen werden.

 Wo der Radlader rollt, wird in wenigen Monaten Aldi Nord einziehen.
Wo der Radlader rollt, wird in wenigen Monaten Aldi Nord einziehen. Foto: Jürgen Moll
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„Wir sind gerade dabei, spezielle Brandschutzwände zwischen den einzelnen Läden zu ziehen“, erklärt van Scheren der rund 15-köpfigen Besuchergruppe und weist auf frei stehende, teils erst halbhoch gemauerte Wände. An den Rampen, an denen künftig die Waren für die Supermärkte angeliefert werden, stehen jetzt mit Bauschutt gefüllte Container. „Bislang sind rund 220 Kubikmeter Bauabfälle angefallen, die ordnungsgemäß entsorgt und recycelt werden“, informiert der Bauleiter. „In diesem Bereich“ – er verweist auf den Bereich unmittelbar an den Rampen – „entstehen die beiden Kühlhäuser.“

 Hier entsteht die künftige Verkaufsfläche von Edeka Pauli. Die Familie betreibt bereits erfolgreich einen Markt im Solinger Hofgarten.
Hier entsteht die künftige Verkaufsfläche von Edeka Pauli. Die Familie betreibt bereits erfolgreich einen Markt im Solinger Hofgarten. Foto: Jürgen Moll

Es geht weiter durch die unterirdische Baustelle. Center Manager Vlijt verweist auf den Bereich, in dem mittig der drei künftige Eingangsbereiche ein entspannter Aufenthalt möglich sein wird. „Wir werden hier eine Art Lounge schaffen, mit Sitzmöbeln und Sofas, es wird alles in warmen Naturtönen gehalten und an unser neues Farbkonzept, das sich an das bergische Grün mit farblichen Highlights in warmem Orange anlehnt.“

Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, dazu zählt auch ein neues Brandschutzkonzept. „Eine neue Sprinkleranlage haben wir bereits installiert“, sagt van Severen und zeigt nach oben auf schmale rote Leitungen in den noch offenen Decken.

Die Neugestaltung des Untergeschosses ist nur ein Teil des Modernisierungskonzeptes für das Allee-Center. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, geht es an die Aufwertung der öffentlichen Bereiche in der Shopping-Mall. „Wir werden alles in einem hellen Grau neu fiesen, wir haben ein komplett neues Lichtkonzept erarbeitet, auch im Hinblick auf Energieeinsparung und Effizienz.“ Daneben wird es neue Loungebereiche mit Sofas und Tischen geben, damit das Allee-Center wieder mehr zu einem Treffpunkt wird, an dem die Menschen gerne verweilen.

„Diese Maßnahmen gelten ausschließlich für die öffentlichen Bereiche. Ob und inwieweit die Einzelhändler sich dem anpassen oder mitziehen wollen, entscheidet jeder Mieter für sich“, ergänzt der Center-Manager, der davon ausgeht, dass spätestens im März sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein werden. „Wir werden die Umbaumaßnahmen so gestalten, dass erst das Untergeschoss fertig wird und danach das Erdgeschoss an der Reihe ist.“ Währenddessen soll das Einkaufen möglichst uneingeschränkt weitergehen können, damit die Händler keine großen Umsatzeinbußen befürchten müssen“, verspricht Vlijt. Aus diesem Grund finden die lauteren Bauarbeiten auch überwiegend nachts oder dann statt, wenn die Geschäfte zu sind. „Für uns dreht sich in diesem Dreivierteljahr alles nur um den Umbau“ bestätigt auch Oliver van Severen augenzwinkernd: „Wenn ich meine Familie in Süddeutschland überhaupt noch sehe, dann maximal am Wochenende.“