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Remscheid: Über 1000 i-Dötzchen starten im Sommer

Einschulung : Über 1000 i-Dötzchen starten im Sommer

Die Zahl der Schulanmeldungen steigt weiter leicht an. Mehr als die Hälfte der Kinder hat Migrationshintergrund.

Im Sommer diesen Jahres werden mehr als 1000 Kinder ihre Schullaufbahn in Remscheid beginnen. Die Zahl der i-Dötzchen erreicht damit zum zweiten Mal in Folge einen vierstelligen Wert. Aktuell geht die Stadt von 1045 schulpflichtigen Kindern aus, die zum Stichtag 30. September 2020 das sechste Lebensjahr vollendet haben. Die allermeisten waren zum Stichtag 20. Dezember 2019 bereits an einer der 19 Grundschulen angemeldet.

Auf der Basis des Schulentwicklungsplans geht Fachdienstleiter Arndt Liesenfeldt davon aus, dass sich dieser Aufwärtstrend erst einmal fortsetzt. „Wir rechnen mit dem Peak in den Jahren 2024 bis 2026“.

Es zahle sich jetzt aus, dass Stadt und Politik in den Jahren mit geringeren Kinderzahlen mit Ausnahme der Grundschule Honsberg keinen Grundschulstandort geschlossen haben. Stattdessen wurden Schulverbünde gebildet.

Die Anmeldungen zeigen, dass für die Eltern die Nähe zum Wohnort bei der Schulwahl eine große Rolle spielt. Lediglich bei den konfessionellen Schulen weichen Eltern auch mal über die früher geltenden Grenzen des Schulbezirks aus, um ihr Kind an ihrer Wunschschule anzumelden.

Höher als sonst ist mit 45 in diesem Jahr die Zahl der Abweisungen, beziehungsweise der sogenannten Umberatungen. So mussten etwa an der Grundschule Hasten fünf und an der Grundschule Siepen 16 Schülerinnen und Schüler abgelehnt werden, weil die beiden Schulen jeweils nur zwei Eingangsklassen bilden können.

Auch in Lennep und Lüttringhausen musste die KGS Franziskus an ihren beiden Standorten insgesamt neun Kindern absagen, weil die Kapazitäten erschöpft sind. Liesenfeldt ist gleichwohl optimistisch, dass alle Kinder untergebracht werden – und das sogar wohnortnah. In allen Stadtbezirken sei in angrenzenden Schulen noch Platz in den Klassen. Die Beobachtung der vergangenen Jahre zeige, dass in der Präferenz der Eltern kein klares System zu erkennen ist.

Neun Remscheider Grundschulen bieten das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an. Wie viele Kinder genau diese Unterstützung erhalten werden, steht noch nicht fest. Die Feststellungsverfahren dazu sind noch nicht abgeschlossen.

Der Anteil von „Kindern mit Zuwanderungsgeschichte“ ist mit 56 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Bei den Glaubensbekenntnissen liegt der Islam mit einem Anteil von 30 Prozent deutlich vorne. Es werden mehr Mädchen als Jungen eingeschult.

 Gefragt bleibt in Remscheid weiterhin das Montessori-Angebot der Grundschulen Hackenberg, Adolf-Clarenbach (Standort Goldenberg) und Siepen. Die Schulen können nicht allen Wünschen nachkommen – entweder weil die entsprechend ausgebildeten Lehrer fehlen oder aber der nötige Platz.