Remscheid: Teo Otto Theater — acht Bewerber im engeren Kreis

Kulturpolitik in Remscheid : Teo Otto Theater — acht Bewerber im engeren Kreis

Voraussichtlich in gut zwei Wochen beginnen die Bewerbungsgespräche für die Position der künstlerischen Leitung des Teo Otto Theaters.

Vier Frauen und vier Männer hat Kulturdezernent Sven Wiertz eingeladen. Gemeinsam mit den Vertretern der Parteien hat er am Freitag  aus dem Stapel mit den 37 Bewerbungen eine Auswahl getroffen.

„Wir haben sehr interessante Bewerbungen erhalten“, sagt Wiertz. Nach seiner Einschätzung sei die Qualität der Kandidaten höher einzuschätzen als bei der ersten Ausschreibung vor gut  einem Jahr. Ihre Vorstellungen, wie das künstlerische Profil des Teo Otto Theaters aussehen soll, präsentieren die Kandidaten vor einer mindestens vierköpfigen Kommission. Dazu gehören Stadtdirektor Sven Wiertz, Lutz Heinrichs, Geschäftsführer des Teo Otto Theaters, die Gleichstellungsbeauftragte Christel Steylaers sowie ein Vertreter des Personalrates. Wenn es terminlich möglich ist, sollen die Bewerbungsgespräche im Foyer des Theaters stattfinden. „Wir wollen die Stelle so schnell wie möglich besetzen“, sagt Wiertz. Das hänge davon ab, wie schnell der ausgewählte Kandidat die Stelle antreten kann. Spätestens zum Beginn der neuen Spielzeit sollte das Theater aber wieder eine künstlerische Leitung haben.

Der oder die neue Stelleninhaber/in ist nicht nur für die künstlerische Programmgestaltung zuständig. Sie soll auch auf dem Feld der Theaterpädagogik aktiv werden. In der Ausschreibung der Stelle ist die Rede davon, dass das Theater weiter „in die Stadtgesellschaft“ geöffnet werden soll. Die Zusammenarbeit mit den Schulen soll intensiviert werden. Außerdem soll die künftige Leitung Kooperationsmodelle mit den übrigen Remscheider Kultureinrichtungen entwickeln. Die Modelle sollen dem demografischen Wandel gerecht werden und „zeitgemäßen theaterspezifischen Integrationsangeboten Rechnung tragen“, heißt es in der Ausschreibung. Die Stelle ist auf fünf Jahre befristet. Sie wird nach Tarif bezahlt. Das Brutto-Gehalt soll zwischen 4000 und 5000 Euro liegen. Die Neuausschreibung war nötig geworden, weil die ausgewählte Kandidatin Rebecca Egeling überraschend die Stelle nicht angetreten ist. Das Stundendeputat wurde auf eine Zweidrittelstelle angehoben.

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