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Remscheid: Sterberate steigt um 9,2 Prozent

Pandemie in Remscheid : Sterberate steigt in Remscheid um 9,2 Prozent

Im Pandemie-Jahr 2020 sind in NRW mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der drei Jahre zuvor. Insgesamt starben 214.313 Personen, wie das Statistikamt IT.NRW am Freitag berichtete.

Der Zuwachs lag bei 3,3 Prozent – in den Jahren 2017 bis 2019 waren es im Durchschnitt 207.487 Sterbefälle. Es sei unwahrscheinlich, dass das Ansteigen nicht coronabedingt sei, sagte ein Sprecher des Landesamtes. In Remscheid lag der prozentuale Anstieg der Sterberate mit 9,2 Prozent am höchsten. Dagegen starben im Hochsauerlandkreis 3,8 Prozent weniger Menschen als im Schnitt der drei Vorjahre.

Das Land NRW hat am Donnerstag die Städte und Kreise angewiesen, möglichst kurzfristig Coronaschutzimpfungen ohne Termin für 12- bis 15-jährige Kinder zu ermöglichen.

Voraussetzung für die Impfung bleibt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), wonach eine Impfung ausschließlich beim Vorliegen bestimmter Vorerkrankungen oder bei regelmäßigem Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko, die selbst nicht geimpft werden können, erfolgen soll.

Das Remscheider Impfzentrum ist dabei, die Forderung umzusetzen, erklärt die Stadt. Bereits in den kommenden Tagen soll in der Sporthalle West eine Kinderärztin bzw. ein Kinderarzt zum Einsatz kommen.

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Der 7-Tage-Inzidenz-Wert, der die Zahl der Corona-Neuinfektionen beschreibt, liegt am Freitag bei 5,4. Der NRW-Schnitt ist derweil auf 16,2 gestiegen. Außerdem meldet das städtische Gesundheitsamt elf Remscheider, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Sie befinden sich ebenso in angeordneter häuslicher Quarantäne wie 678 Personen, die als Verdachtsfälle gelten.

Insgesamt haben sich in der Seestadt auf dem Berge bislang 6291 Menschen mit dem Virus angesteckt. 6103 sind mittlerweile wieder genesen, 177 sind im Zusammenhang mit der Lungenerkrankung Covid-19 gestorben. Die Delta-Variante ist bisher achtmal aufgetreten.

Die Stadt veranstaltet am Samstag, 24. Juli, eine Impf-Party an der Konzertmuschel im Stadtpark – von 14 bis 18 Uhr. Für Festival-Feeling soll DJ Der Klangmacher feat. Ti-Mo sorgen. Die Corona-Inzidenz sinkt derweil auf 3,6. Ein kostenfreies kulinarisches Angebot stellt bei der Impf-Party im Stadtpark die Arbeit Remscheid gGmbH. Es gibt zudem verschiedene Aktionen und Angebote. „Wer einen negativen Test vorweist, kann ausgelassen im schönen Ambiente des Stadtparks feiern“, schreibt die Verwaltung. Eine Testmöglichkeit gibt es auch.

Alle Menschen ab 16 Jahren, die sich spontan die Coronaschutzimpfung abholen möchten, sind dazu eingeladen, das vor Ort zu tun. Dafür ist ein gültiges Ausweisdokument und – falls vorhanden – ein Impfpass notwendig. Die benötigten Impfformulare werden vor Ort ausgehändigt.

Stufe 0 gilt ab Freitag, 9. Juli, in Remscheid:

Das Land NRW führt eine neue „Stufe 0“ in der Corona-Schutzverordnung ein für Kommunen, die dauerhaft eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 haben. Dies hat NRW-Gesundheitsminister Laumann bekanntgegeben. Sobald eine Kommune an acht Tagen über 10 liegt, greift wieder die Stufe 1.

Zu den einzelnen Regelungen: Verbindliche Ge- und Verbote fallen weitestgehend weg. Es gibt keine Kontaktbeschränkungen mehr. Abstandsregelungen im öffentlichen Raum sind nur noch Empfehlungen.

Unter gewissen Voraussetzungen fällt auch die Maskenpflicht im direkten Umgang mit Kunden. Eine Bedienung in einem Restaurant muss beispielsweise keine Maske mehr tragen, wenn sie sich alle 48 Stunden testen lässt.

Damit bei kulturellen Veranstaltungen mit mehr als 500 Gästen die Maskenpflicht fällt, muss auch in NRW die Stufe Null gelten. Große Sportveranstaltungen sind auf maximal 25.000 Besucher begrenzt.

Bei landesweiter Stufe 0 sind auch Volksfeste und Stadtfeste möglich, Besucher müssen einen negativen Test vorweisen. Dies soll von Mitarbeitern des Ordnungsamtes stichprobenartig kontrolliert werden.

Diskotheken können bei Test- und Hygienekonzept wieder öffnen.

In der Gastronomie gilt: Abstände zwischen den Tischen von 1,50 Meter. Test- oder Maskenpflicht beim Personal.

Eine neue Regel: Beschäftigte, die fünf Tage nicht am Arbeitsplatz waren, etwa weil sie im Urlaub waren, müssen am ersten Arbeitstag einen negativen Test vorlegen.

(red)