1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Remscheid: Stadt weist Vorwürfe des WDR über Impfvordrängler zurück

Corona-Impfungen in Remscheid : Stadt weist Vorwürfe des WDR wegen Impfungen bei Feuerwehr zurück

Laut einem Bericht der Aktuellen Stunde im WDR-Fernsehen am Donnerstagabend haben sich Feuerwehrleute in Remscheid impfen lassen, obwohl sie nicht zur Zielgruppe gehören. Die Stadt weist die Vorwürfe zurück. Nur Personen der Kategorie 1 seien geimpft worden.

Ein Bericht des Westdeutschen Rundfunks bringt Remscheids Feuerwehr in Verruf. Demnach haben sich Feuerwehrleute aus Abteilungen, die nicht zur ersten Impfkategorie gehören, mit Impfstoff impfen lassen, der zu viel geliefert wurde.

Thomas Neuhaus, Leiter des Corona-Krisenstabs der Stadt Remscheid, widersprach auf Anfrage unsere Redaktion am Abend dieser Darstellung. Alles sei in Remscheid völlig legitim und nach den geltenden Regeln verlaufen. Nur Personen der Kategorie 1 seien bei der Feuerwehr geimpft worden. Das seien zum allergrößten Teil die Mitarbeiter des Rettungsdienstes.

Zudem habe man mit Impfstoff, der bei Impfungen in den Pflegeheimen übrig geblieben sei, jene Mitarbeiter des Führungsteams der Feuerwehr geimpft, die zum Team des Impfzentrums gehören, bei diesen Impfeinsätzen anwesend waren und sie zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung organisiert haben. Sie hätten bei diesen Terminen unmittelbaren Kontakt mit der vulnerablen Gruppe der über 80-Jährigen. Die Stadt habe in ihren täglichen Corona-Berichten immer offen gelegt, wer wann geimpft worden sei. Immer habe es sich dabei um Personen der ersten Kategorie gehandelt. Die Stadt habe sich daher nichts vorzuwerfen

  • Am Montag gibt es keine Impfungen
    Sonderaktionen in Duisburg : Auch im Forum wird geimpft
  • Es geht nicht nur um Corona.
    Impfen in Wermelskirchen : Deutlich mehr Impfungen in Hausarztpraxen
  • Eine Szene aus dem Spiel Newcastle
    Quote steigt : 68 Prozent der Premier-League-Profis vollständig gegen Corona geimpft

Dass nicht nur Senioren geimpft wurden, liegt daran, dass teilweise mehr Impfstoff angeliefert wird, als es impfwillige Senioren oder Pflegepersonal gibt. In diesen Fällen werden zunächst über Telefonketten andere Pflegeeinrichtungen oder mobile Pflegedienste angerufen und zum Ort des Impfeinsatzes gebeten. Bleibt dann noch Impfstoff über, werden die Mitarbeiter des Rettungsdienstes, des DRK oder der Johanniter sowie medizinisches Personal mit hohem Risiko einer Ansteckung geimpft. So stelle man sicher, dass keine Dosen des nur begrenzt haltbaren Impfstoffs der Firma Biontech verfallen.

Quelle des Vorwurfs war ein Mitglied der Feuerwehrgewerkschaft, sagt Neuhaus. Über die Motive für dessen Vorgehen könne er nur rätseln.