Unterbringung von Flüchtlingen in Remscheid Lüttringhauser Bahnhof - „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung“

Remscheid · Die CDU begrüßt, dass die Stadt die Pläne für die geplante Wohnanlage für Geflüchtete verändern will. Die Sanierung des Bahnhofsgebäudes müsse über das Vertragswerk gesichert werden.

 Sebastian Hahn (links) bei der Bürgerversammlung Mitte März am Bahnhof Lüttringhausen.

Sebastian Hahn (links) bei der Bürgerversammlung Mitte März am Bahnhof Lüttringhausen.

Foto: Jürgen Moll

Verärgerung über die schlechte Informationspolitik der Stadtverwaltung auf der einen, Zufriedenheit über die inhaltlichen Veränderungen auf der anderen Seite – so reagiert die Remscheider CDU auf die jüngsten Entwicklungen beim geplanten Bau einer Container-Wohnsiedlung für Geflüchtete rund um den alten Lüttringhauser Bahnhof.

Wie berichtet, plant die Stadt diese Anlage nun kleiner. Statt wie zunächst geplant 180 sollen nur noch 150 Menschen hier künftig in zweigeschossig angeordneten Modulen wohnen können. Auch will die Stadtspitze vor der geplanten Unterzeichnung eines Mietvertrags für die Anlage für die Dauer von zehn Jahren von den Investoren zunächst eine konkretere Visualisierung der Anlage sehen. Nur dann werde man die Pläne dem Rat zur Abstimmung stellen, hatten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) und Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke (CDU) vor einigen Tagen auf Nachfrage berichtet.

Die Politik erfuhr das alles aus der Zeitung, war vom Rathaus nicht eingebunden. „Die Kommunikation ist nach wie vor katastrophal“, beklagte Sebastian Hahn, Vorsitzender der Lüttringhauser CDU, in einem Pressegespräch. Positiv sei dagegen zu bewerten, dass es ein Einlenken zu geben scheine. „Die Entwicklung geht auf jeden Fall in die richtige Richtung“. Hahn und der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Markus Kötter, erinnerten daran, dass die Stadt die Anlage zunächst sehr schnell durch den Rat bringen wollte. Weil sich aber Anwohner meldeten, die das in der Sackgasse an der Von-Bottlenberg-Straße geplante Container-Dorf als überdimensioniert einschätzen, kam es auch auf Wunsch der CDU zunächst zu einer Bürgerversammlung auf dem Gelände am Lüttringhauser Bahnhof.

 Das alte Bahnhofsgebäude in Lüttringhausen ist in keinem guten Zustand.

Das alte Bahnhofsgebäude in Lüttringhausen ist in keinem guten Zustand.

Foto: Röser, Henning/Henning Röser

Den Eindruck, „den wir dabei von dem Investor gewonnen haben, war nicht der glücklichste“, sagt Hahn. Man habe nicht den Eindruck gewonnen, dass dieser großes Interesse an einem guten Einvernehmen mit der Nachbarschaft hätten. Darum sei es aus Sicht der CDU sinnvoll, „Dinge ins Vertragswerk aufzunehmen, um ihn an der kurzen Leine zu halten“. Das sei vor allem wichtig, um besser steuern zu können, was wann mit dem alten Bahnhofsgebäude passiert. „Das ist ein Schandfleck.“ Die Sorge auch der Anwohner sei groß, dass die ebenfalls zu den Wohnplänen gehörende Sanierung des Gebäudes hinten angestellt werde, möglicherweise auch gar nicht mehr erfolgt. Das müsse verhindert werden. Auch der Heimatbund Lüttringhausen fordert, dass der Bahnhof vom Investor saniert werden soll.

Die Anlage solle so dimensioniert werden, „dass sie sich in das Gesamtgefüge einpasst“, sagt Hahn. Dann gebe es eine „realistischere Chance“, dass die Integration der Geflüchteten in die Nachbarschaft gelinge. In der Ratssitzung am Donnerstag dieser Woche steht das Thema nicht mehr auf der Tagesordnung. Eine politische Entscheidung über die Pläne am Lüttringhauser Bahnhof wird also wohl erst in den kommenden Wochen fallen.

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