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Remscheid: SPD legt nach im Zoff um Bürgermeisterwahl in Lennep

Politik in Remscheid : SPD-Chefin Krupp beklagt „grobes Foul der CDU“ und fordert Rücktritt von Bürgermeister Kötter

Die Empörung in der Remscheider SPD über die Umstände bei der Wahl von Markus Kötter (CDU) zum neuen Bezirksbürgermeister in Lennep lässt auch vier Tage nach dem Urnengang in Bergisch Born nicht nach. Am Sonntag meldete sich die Vorsitzende der Remscheider SPD zu Wort.

Krupp fordert Kötter zum Rücktritt auf und spricht von einem „Schmierenstück“ der CDU. Wie berichtet, war Kötter in geheimer Wahl gewählt worden. Sechs der elf Stimmen entfielen auf ihn. Die CDU hat vier Sitze in der BV. Die SPD ist überzeugt, dass neben der Linken auch der AFD-Vertreter für Kötter gestimmt hat. Krupp: „Die Wahl eines Bezirksbürgermeisters in Lennep, die am vergangenen Mittwoch mit der entscheidenden Stimme eines AfD-Mitgliedes erfolgt ist, hat der politischen Kultur in unserer Stadt als Ganzes massiv geschadet und muss lückenlos aufgearbeitet werden.“ Es handele sich „mitnichten um eine lokale oder um bezirkliche Angelegenheit.“ Krupp zeigte sich irritiert über Berichte, wonach der Beginn der Bezirksvertretungssitzung „allem Anschein nach so lange verzögert worden“ sei, bis alle Bezirksvertreter anwesend waren. „Hier liegt nicht mehr und nicht weniger als ein grobes Foul und eine bewusste Missachtung von Geschäftsordnungen und Gepflogenheiten vor.“ Krupp fordert Konsequenzen. So könnten Sitzungen, in denen Wahlen anstehen, künftig „von einem Mitglied der Verwaltung einberufen und eröffnet werden, der qua Dienstverhältnis zur Neutralität verpflichtet sind“.