Remscheid: Sparkasse im digitalen Wandel

Wirtschaft in Remscheid : Sparkasse im digitalen Wandel

Vorstandsvorsitzender Frank Dehnke für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt.

Die Sparkasse Remscheid will als Dienstleister ihre Kunden sowohl in der analogen wie auch in der digitalen Welt gut erreichen. Es erscheint daher konsequent, dass die digitalen Angebote der Bank stets verbessert werden. Über 50 Prozent der privaten Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte inzwischen online ab. Bei den Firmenkunden sind es 70 Prozent. So steht es im Jahresbericht der Bank, der gestern vorgestellt wurde.

Der Sparkassenvorstand erwartet eine weitere Steigerung. 2014 waren es noch 2,7 Millionen Besucher der Internetfiliale, im Jahr 2017 stieg die Anzahl auf 5,5 Millionen. Dass sich der Sparkassenkunde immer weiter auf die digitale Finanzwelt einstellt, belegen weitere Vergleichszahlen. Einmal im Jahr besucht der Kunde seine Filiale, hundertmal nutzt er das Online-Banking und 200 Mal die Sparkassen-App. Mit diesem Nutzerverhalten begründet die Sparkasse die Schließung von Filialen wie in Vieringhausen.

Der Kunde soll in der digitalen Welt aber nicht alleingelassen werden. An sechs Tagen in der Woche stehen Mitarbeiter für insgesamt 58 Stunden bereit, um per Telefon oder per Chat Fragen zu beantworten und Service-Leistungen auszuführen. Im vergangenen Jahr wurde das Kundenservice-Center rund
110.000 Mal in Anspruch genommen.

Der digitale Wandel führt auch zu einem Abbau des Personals, weil immer mehr Arbeitsschritte von Computern übernommen werden. Dem Vorstandsvorsitzenden Frank Dehnke zufolge liegt der Personalabbau bei zwei bis drei Prozent pro Jahr. Ohne betriebsbedingte Kündigungen. 316 Personen sind bei dem kommunalen Geldinstitut zurzeit angestellt. In den nächsten fünf Jahren heißt ihr Chef weiterhin Frank Dehnke (49). Der Stadtrat hat ihn als Vorstandsvorsitzenden bestätigt und folgt dem einstimmigen Beschluss des Sparkassen-Verwaltungsrates. Seit dem 1. Januar 2011 hat Dehnke dieses Amt inne. Es ist seine dritte Amtszeit.

Im vorigen Jahr hat die Sparkasse wieder ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Die Bilanzsumme stieg um drei Prozent auf über 1,6 Milliarden Euro. Mit einer starken Eigenkapitalquote sei sie gut gerüstet für Zeiten, in denen der Wind in der Wirtschaft und Finanzwelt heftiger wehen sollte. Die Menschen investieren in Eigenheime. Bei der Baufinanzierung erreichte die Bank eine Steigerung von neun Prozent. „Das bedeutet, dass die Menschen auf den Standort Remscheid vertrauen“, sagte Herbert Thelen, stellvertretendes Mitglied des Vorstandes. Außerdem wurden Immobilien im Wert von 9,4 Millionen Euro vermittelt. Die Zahl der Sparkassenkunden ist weiter gestiegen. Es gab etwa 4300 Neueröffnungen und 3700 Abgänge. Insgesamt listet die Sparkasse 75.000 Giro- und Tagesgeldkonten. „Wir sind weiter Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft“, sagte Frank Dehnke.