Remscheid: Skater-Paradies mitten in Lennep

Eröffnung : Skater-Paradies mitten in Lennep

Die Skater haben ihre Halle zurück: Die Funbox in Lennep wurde am Wochenende offiziell eröffnet.

Wegen der baulichen Verzögerung der neuen Dreifach-Sporthalle am Röntgen-Gymnasium verzögerte sich auch die Neueröffnung der Funbox in Lennep. Doch seit dem vergangenen Samstag haben die Skater wieder ihre Halle zurück. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz eröffnete die Halle feierlich.

Den Anstoß für die Sanierung der Funbox hatte vor zwei Jahren Skater Marcel Piper gegeben. Er machte beim Jugendrat eine Eingabe und forderte bessere Angebote für Skater in Remscheid. Da die örtliche Skater-Szene recht groß ist und stetig wächst, reagierte der Jugendrat positiv.

Daraufhin hatte sich auf Initiative des Beigeordneten für Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport, Thomas Neuhaus, die Arbeitsgruppe „Skaten in Remscheid“ gebildet, in der junge Skater und Mitarbeiter des Fachdienstes Sport und Jugend mitarbeiteten.

In der Vergangenheit gab es in der Funbox eine mobile Anlage. Die Halle wurde außerdem für verschiedene Sportarten genutzt. Der mobile Skater-Park hatte wegen der intensiven Nutzung ausgedient. Eine notwendige Totalsanierung der mobilen Skateranlage hätte sich nicht gelohnt.

Da mittlerweile die Skater-, Inliner- und BMX-Szene der Hauptnutzer der Funbox ist, entschied die Stadt Remscheid, dass die Funbox zu einer reinen Skater-Halle umgebaut wird. Für die anderen dort ansässigen Sportarten mussten Alternativen gesucht werden. Für den Fachdienstleiter des Remscheider Sportamtes, Markus Dobke, war das nicht einfach.

Die einzige Sportart, die die Funbox jetzt noch mitnutzt, ist die mittlerweile 120 Mann starke Bogensportabteilung der LTG. „Die können ja über die Rampen drüberschießen“, sagt Markus Dobke.

Der neue Skater-Parcours wurde von der Fachfirma Schneestern GmbH u. Co. KG aus Bayern in Zusammenarbeit mit den Nutzern der Skater-Anlage und dem Fachdienst Sport und Freizeit entwickelt. Den Umbau der Lenneper Funbox finanzierte die Stadt Remscheid aus einer Sonderrücklage. Dabei wurden 50.000 Euro für die neue Skater-Anlage ausgegeben, weitere 25.000 Euro waren für die Sanierung des Gebäudes fällig.

„Unser nächster wichtiger Schritt ist die Einstellung von neuem Personal“, sagt Markus Dobke: „Hier muss einfach jemand nach dem Rechten sehen. Bisher wurde das von den Kids gemacht.“ Der Stadt schwebt vor, Langzeitarbeitslosen im Zuge des Teilhabechancenpakets eine neue Perspektive in der Funbox geben zu können.

Eine weitere Besonderheit der Funbox ist, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Hallen täglich geöffnet hat und nur an den Sonntagen und Feiertagen geschlossen ist. Der Besuch der Skater-Halle an der Ringstraße in Lennep ist kostenlos. Die neue und moderne Skater-Halle ist bereits über die Stadtgrenzen von Remscheid hinaus bekannt. Gruppen aus ganz NRW fragen an. Da die Remscheider Skater nun eine sportliche Heimat gefunden haben, überlegen einige der Nutzer, sich als Verein zu organisieren.