Remscheid: Sekundarschule zieht junge Lehrer an

Remscheid: Sekundarschule zieht junge Lehrer an

Gleich fünf junge Lehrer haben ihren Dienst an der Nelson-Mandela-Schule im Südbezirk angetreten. Sie loben unisono die familiäre Atmosphäre und das Konzept der einzigen Sekundarschule der Stadt.

Gleich fünf neue Lehrer konnte die stellvertretende Schulleiterin der Nelson-Mandela-Schule am Rosenhügel Anfang November begrüßen. Damit steigt die Zahl der Lehrer für die insgesamt 430 Schüler der einzigen Sekundarschule in Remscheid von 37 auf 42 – und damit die Möglichkeit, den Unterricht stärker so zu gestalten, wie man es sich wünscht.

Doch nicht nur die Entlastung freut die stellvertretende Schulleiterin Arianne Güldenpfennig. Die neuen Kollegen sind allesamt jung, haben gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und sich bewusst für einen Wechsel an die Sekundarschule entschieden. Mit ihren neuen Ideen, ihrem Engagement und Teamgeist tun sie der 2013 gestarteten Schule einfach gut, sagt die stellvertretende Schulleiterin. Die jungen Lehrer konnten auswählen, wohin ihr Weg geht. Sie haben allesamt gute Abschlüsse gemacht. Alle fünf haben sich aber bewusst für diese Schule entschieden, loben im Gespräch die familiäre Atmosphäre, das kollegiale Miteinander und die Möglichkeit, sich auch konzeptionell in die pädagogische Arbeit einzubringen.

Nicht ganz unschuldig am Zugewinn junger Lehrer für die Sekundarschule ist Mathias Heidtmann. Er hat an der Sekundarschule im Südbezirk sein Referendariat gemacht und ist aus Überzeugung geblieben. In den gemeinsamen Seminaren der angehenden Lehrer hat er die Werbetrommel für „seine“ Schule gerührt. „Ich kenne hier jeden Schüler mit Namen,“ beschreibt Heidtmann eine Qualität der im Vergleich zu einer Gesamtschule kleineren Schule.

Und offenbar hat er seinen Kollegen nicht zu viel versprochen. Michelle Walczuch hat ihr Referendariat an der Sophie-Scholl-Gesamtschule gemacht. Die Größe der Schule am Hohenhagen mache Absprachen mit Kollegen schwierig, berichtet sie. Sie ist eine Anhängerin der Gesamtschul-Idee des längeren gemeinsamen Lernens. Die wird auch in der Sekundarschule praktiziert – mit dem Unterschied, dass es hier keine Oberstufe gibt. Dafür gibt es Kooperationen unter anderem mit dem Gertrud-Bäumer-Gymnasium. Alle Abschlüsse sind so möglich. In dem kleineren, persönlicheren System der Schule am Rosenhügel fühlt sie sich wohler. Die gegenseitige Unterstützung strahle auch in die Schülerschaft aus, sagt Michelle Walczuch.

Pudelwohl fühlt sich auch Julia Siatka, die an einer Schule in Solingen ihre Ausbildung gemacht hat. Sie profitiere sehr vom kollegialen Miteinander an der Schule, sagt sie. Auch Hakan Sagmak hat von der Sophie-Scholl-Gesamtschule zur Nelson-Mandela gewechselt. Von dort bringt er das Fußball-Projekt „DFB-Jugendcoach“ mit. An seiner neuen Schule will er das Projekt der Stolpersteine etablieren.

David Henne ist der Einzige in der Runde, der von einem Gymnasium kommt. An der Sekundarschule gefällt ihm, dass die Schüler hier früh mit der Berufsorientierung anfangen. Schule müsse auch Fachkräfte ausbilden und nicht nur Akademiker, so seine Überzeugung.

Mehr von RP ONLINE