Remscheid: Sana-Klinikum – Engpass bei den Parkplätzen

Klinikum im Südbezirk : Sana – Engpass bei den Parkplätzen

Wer sich auf Krankenbesuch ins Sana-Klinikum begibt und dazu mit dem Auto kommt, der braucht entweder Geduld und gute Nerven. Oder er muss halbwegs gut zu Fuß sein.

Es fehlt an 40 Parkplätzen. Der Grund: Das Krankenhaus lässt sein oberes Parkdeck sanieren, das deshalb bis auf weiteres gesperrt ist. Gearbeitet wird daran derzeit jedoch nicht. Dazu ist es zu kalt.

Das Krankenhaus am Vormittag: Die Parkdecks an der Burger Straße sind voll. Dennoch versuchen viele Autofahrer ihr Glück. Weil die Einfahrt auf das obere Deck gesperrt ist, steuern sie über die Seiteneinfahrt vor der Zentralen Notaufnahme auf die verbliebenen Parkdecks, stehen dort Schlange und hoffen darauf, dass ein anderer Autofahrer seine Lücke räumt.

Das kann dauern, weshalb etliche verhinderte Krankenhausbesucher das Parkhaus entnervt wieder verlassen, um an der Burger Straße ihr Glück zu versuchen. Wer indes Pech hat, muss bis Ehringhausen fahren, um sein Fahrzeug abzustellen. Vor allem ältere Menschen stellt der fällige Fußmarsch zum Klinikum vor Probleme. Ändern wird sich daran jedoch so bald nichts.

Dafür sorgen die derzeit herrschenden Temperaturen. Die Asphaltarbeiten, die noch zu erledigen sind, erfordern 10 Grad plus. Im Dezember ist damit im Bergischen Land jedoch auch im Klimawandel nicht zwingend zu rechnen. Mit anderen Worten: Das obere Parkdeck dürfte der zu erwartenden Minusgrade wegen bis zum Ende der Frostperiode gesperrt bleiben.

Stefan Mülders, Sprecher des Sana-Klinikums Remscheid, zeigt sich zerknirscht über die Situation. Mit Beginn der Herbstferien waren die Bauarbeiten aufgenommen worden. Bevor Streusalz und gefrierende Nässe dem Beton weiter zusetzten, begannen die Arbeiter mit der Sanierung der Oberfläche. Eigentlich sollten sie damit längst fertig sein und danach alle Parkplätze wieder zur Verfügung stehen. Doch, sagt Mülders: „Es ist zu früh zu kalt geworden. Wir müssen pausieren.“ Der Temperatursturz mache ein Verlegen der Asphaltschicht derzeit unmöglich. Insofern unterscheide sich das Parkdeck nicht von so manch einer Autobahnbaustelle.

Die Verzögerung trifft Patienten und Angehörige zur Unzeit, denn im Winter steigen die Patientenzahlen. Nicht nur infolge von Stürzen bei Glatteis, auch Atemwegserkrankungen nehmen zu sowie bakterielle Infekte wie Lungenentzündungen. Mehr Patienten bedeuten zugleich mehr Besucher. Damit nicht auch noch die eigenen Mitarbeiter den Besuchern die Parkplätze wegnehmen, hat das Klinikum reagiert und für sie einen Ersatzparkplatz geschaffen. Auch das dauerte allerdings länger als geplant.